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Gesundheits­fachberufler sind oft Einzelkämpfer

Montag, 26. Oktober 2015

Idstein – Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten sind offenbar häufig Einzelkämpfer – die Zusammenarbeit zwischen den Professionen ist gering. Das berichtet die Hochschule Fresenius in Idstein im Rahmen eines Treffens mit Vertretern der Berufsverbände der drei Fachberufe.

Initiiert wurde das Treffen von Studierenden des Masterstudiengangs Therapiewissen­schaften der Fachhochschule. Das Motto lautete „Teamplayer oder Einzelkämpfer? – Das Dilemma zwischen Kooperation und Konkurrenz“. Die Studenten präsentierten die Ergebnisse eines einjährigen Forschungsprojekts.

„Wir haben Hinweise erhalten, dass die Zusammenarbeit von Logopäden, Ergothera­peuten und Physiotherapeuten innerhalb der jeweiligen Berufsgruppen durch eine Reihe interner und externer Barrieren schwierig ist“, fasste Sabine Hammer, Projektkoor­dination qualitative Forschung und Studiengangsdekanin, zusammen. Zunächst erlaubten berufliche Rahmenbedingungen wenig Zeit für Zusammenarbeit, gleichzeitig grenzen sich aber auch die Therapeuten stark voneinander ab, so Hammer.

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Dennoch wünschen sich Therapeuten laut der Studie mehr Offenheit, mehr voneinander zu lernen sowie eine bessere Zusammenarbeit und Vernetzung. Es besteht außerdem der Wunsch nach einer gemeinsamen Interessensvertretung gegenüber Politik und Kostenträgern. Initiativen zur Bildung einer Therapeutenkammer lehnen die Verbände mehrheitlich ab.

„Es wurde deutlich, dass bis auf weiteres nicht zu erwarten ist, dass sich die Verbände zusammenschließen oder gemeinsam für die Ziele der Heilmittelerbringer eintreten“, so Hammers Fazit. © hil/aerzteblatt.de

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