NewsAuslandÄrzte ohne Grenzen Zugang zu Kriegsgebiet Ostukraine verweigert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ärzte ohne Grenzen Zugang zu Kriegsgebiet Ostukraine verweigert

Montag, 26. Oktober 2015

Kiew/Donezk – Im Kriegsgebiet Ostukraine sorgt ein neues Arbeitsverbot für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) für Aufregung. MSF sei sehr beunruhigt über diesen Schritt, für den die prorussischen Aufständischen keine Begründung gegeben hätten, teilte MSF-Einsatzleiter Bart Janssens mit. „Dieser Entscheid hat lebensbedrohliche Folgen für die Patienten, die wir nun zurücklassen müssen“, warnte er. Die Separatisten hatten zuvor mitgeteilt, dass sie unter anderem dem Roten Kreuz Zugang zum Konfliktgebiet erlaubt hätten, einen Antrag von MSF aber noch prüfen wollten.

Ärzte ohne Grenzen liefert nach eigener Darstellung den Großteil von Medikamenten zur Behandlung von Nierenleiden und Diabetes in den von einer großen humanitären Notlage geplagten Donbass. Bereits im September hatte eine vorübergehende Ausweisung von Hilfsgruppen aus dem Konfliktgebiet scharfe internationale Kritik ausgelöst.

Anzeige

Die Separatisten und die Militärführung in Kiew warfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe im Donbass vor. Wegen der Kommunalwahlen in der Ukraine hatten beide Seiten am Sonntag die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Beobachtern zufolge sind noch immer nicht alle schweren Waffen von der Front abgezogen. In den Gebieten Donezk und Luhansk boykottierten die Separatisten die Abstimmung. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. Oktober 2019
Athen – Um das überfüllte Flüchtlingslager auf der Touristeninsel Samos im Osten der Ägäis zu entlasten, will die griechische Regierung knapp 700 Migranten auf das Festland verlegen. Sie sollen morgen
Athen bringt Hunderte Flüchtlinge aufs Festland
18. Oktober 2019
Genf – Gesundheitsexperten prüfen Fortschritte beim Kampf gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola im Kongo in Afrika. Weil der Ausbruch nach mehr als einem Jahr noch nicht unter
WHO-Experten prüfen Fortschritte im Kampf gegen Ebola
16. Oktober 2019
Damaskus – Im Zuge der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien und der „extrem instabilen Situation“ zieht die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) alle internationalen Mitarbeiter aus der
Ärzte ohne Grenzen zieht Mitarbeiter aus Nordsyrien ab
15. Oktober 2019
Köln – Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien befinden sich nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef fast 70.000 Kinder auf der Flucht. Bis heute seien in Nordostsyrien
Fast 70.000 Kinder in Nordsyrien auf der Flucht
15. Oktober 2019
Berlin – Die Welthungerhilfe warnt vor neuen Gefahren für die Ernährungssicherheit durch den Klimawandel in ohnehin gefährdeten Staaten. „Die Bekämpfung von Hunger und Unterernährung in einem sich
Der Klimawandel verschärft den Hunger
15. Oktober 2019
Athen/Lesbos – Im völlig überfüllten Migrantenlager der griechischen Insel Samos hat es am gestern Abend nach einem Streit zwischen Syrern und Afghanen schwere Krawalle gegeben. Nach einer
Ausschreitungen in Migrantenlager auf Samos
15. Oktober 2019
Rom – Italien hat der Hilfsorganisation SOS Méditerranée erlaubt, die 176 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ an Land zu bringen. Das teilte die Organisation gestern am späten Abend
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER