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Ausland

Ärzte ohne Grenzen Zugang zu Kriegsgebiet Ostukraine verweigert

Montag, 26. Oktober 2015

Kiew/Donezk – Im Kriegsgebiet Ostukraine sorgt ein neues Arbeitsverbot für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) für Aufregung. MSF sei sehr beunruhigt über diesen Schritt, für den die prorussischen Aufständischen keine Begründung gegeben hätten, teilte MSF-Einsatzleiter Bart Janssens mit. „Dieser Entscheid hat lebensbedrohliche Folgen für die Patienten, die wir nun zurücklassen müssen“, warnte er. Die Separatisten hatten zuvor mitgeteilt, dass sie unter anderem dem Roten Kreuz Zugang zum Konfliktgebiet erlaubt hätten, einen Antrag von MSF aber noch prüfen wollten.

Ärzte ohne Grenzen liefert nach eigener Darstellung den Großteil von Medikamenten zur Behandlung von Nierenleiden und Diabetes in den von einer großen humanitären Notlage geplagten Donbass. Bereits im September hatte eine vorübergehende Ausweisung von Hilfsgruppen aus dem Konfliktgebiet scharfe internationale Kritik ausgelöst.

Die Separatisten und die Militärführung in Kiew warfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe im Donbass vor. Wegen der Kommunalwahlen in der Ukraine hatten beide Seiten am Sonntag die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Beobachtern zufolge sind noch immer nicht alle schweren Waffen von der Front abgezogen. In den Gebieten Donezk und Luhansk boykottierten die Separatisten die Abstimmung. © dpa/aerzteblatt.de

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