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Mega-Implantate helfen Patienten mit massivem Knochenverlust

Dienstag, 27. Oktober 2015

Leipzig – Auf die Möglichkeit, Patienten mit massiven Knochenverlusten mit so genannten Mega-Implantaten zu helfen, hat die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig hingewiesen. „Sie kommen zum Beispiel nach Tumoren oder Unfällen, in zunehmendem Maße aber auch wegen Revisionsoperationen zum Einsatz“, erläutert Mohamed Ghanem, geschäftsführender Oberarzt der Klinik.

Für den steigenden Bedarf für diese Implantate spielt die demografische Entwicklung in Deutschland eine wichtige Rolle. „Steigt die Zahl der alten Menschen, nimmt auch die Zahl der Endoprothesen zu“, so Ghanem. Trotz immer besserer Implantationen wachse dann auch die Zahl der Lockerungen von Endoprothesen. „Und dann kann der Fall eintreten, dass der inzwischen durch Osteoporose geschädigte Oberschenkelknochen komplett ersetzt werden muss, weil er eine neue Endoprothese nicht halten würde“, erläutert Ghanem.

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Bei den meisten in Leipzig eingesetzten Mega-Implantaten handelt es sich um die Kombination Hüftgelenk/Oberschenkelknochen/Kniegelenk. „Muss der Ober­schenkelknochen ersetzt werden, sind immer auch die sich anschließenden Gelenke mit betroffen“, erklärt der Oberarzt. Ein solches Mega-Implantat wird in einer Operation eingesetzt – nach einer aufwändigen und höchst exakten Planung.

Nach der Entfernung der Knochenteile, die nicht verwendbar sind, wird dem Patienten in der OP ein Probe-Implantat eingesetzt. So kann der Operateur überprüfen, ob die Beinlänge und die Rotation stimmt und die nötige Stabilität erreicht wird. Diese Überprüfung erfolgt während der Operation klinisch und radiologisch. Danach setzt der Operateur das Dauer-Implantat ein. © hil/aerzteblatt.de

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