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Politik

Gesundheits­wissenschaftler kritisiert Sonderstellung der Homöopathie

Dienstag, 27. Oktober 2015

Bremen – Scharfe Kritik an der rechtlichen Sonderstellung der Homöopathie in Deutsch­land übt der Bremer Gesundheitswissenschaftler Norbert Schmacke. Er kritisiert, dass der Gesetzgeber die Homöopathie für die Behandlung von Erkrankungen bereits dann legitimiert, wenn ihre Vertreter dies für ausreichend begründet halten und eine ent­sprechende Nachfrage unter Kranken besteht.

Die Argumente dafür, diese Therapieart zu schützen, seien also nicht methodisch anerkannte Belege für den Nutzen des Verfahrens, sondern lediglich ein Binnenkonsens unter den Anbietern und Akzeptanz beziehungsweise Nachfrage bei den Nutzern. „Derart unterschiedliche Maßstäbe im Vergleich zur so genannten Schulmedizin sind unter dem Gesichtspunkt des gesundheitlichen Verbraucherschutzes ethisch nicht verantwortbar“, sagte Schmacke.

Der Wissenschaftler vom Institut für Public Health und Pflegeforschung im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen kritisiert, dass Homöopathen sogar so weit gingen, alleinige Heilungserfolge durch Homöopathika auch bei gravierenden Erkrankungsbildern wie Krebs und Schlaganfall zu versprechen. Nur der Gesetzgeber könne diese überkommene Tradition der Sonderbehandlung besonderer Therapieverfahren beenden. Die Beliebtheit der Homöopathie sei kein Gegenargument.

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Allerdings appelliert der Bremer Gesundheitsforscher an die Schulmedizin, sich stärker als bisher für subjektive Krankheitstheorien und Bewältigungsstrategien zu interessieren. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Mittwoch, 28. Oktober 2015, 00:20

Der Arzt als Medikament

All diejenigen, die noch an die Wirkung von Homöopathie glauben, sollten sich mal folgenden Artikel auf der Zunge zergehen lassen:
http://www.aerzteblatt.de/blog/64439/Warum-Placebos-(nur-in-den-USA)-immer-besser-wirken

Kurz gesagt, eine intensive Zuwendung durch den behandelnden Arzt ersetzt locker ein mittelstarkes Schmerzmedikament. Bleibt nur die Frage, wie dies aus wirtschaftlicher Sicht aussieht, was ist teurer, die Arbeitszeit des Arztes oder die Pille?
Avatar #103970
DöringDöring
am Dienstag, 27. Oktober 2015, 23:05

Homöopathie

Die Studien kann man wie bei allen anderen Naturheilverfahren und Akupunktur in zwei Gruppen einteilen: Die Studien die direkt oder indirekt von den Gesellschaften der Homöopathie kommen und die die von neutralen Hochschulen kommen. Rate mal wie die Ergebnisse sind?
LNS

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