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Ärzteschaft

Kommunikation mit schwerstkranken und sterbenden Menschen verbessern

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Berlin – Der Umgang mit Ängsten, Trauer und Tod stellt auch für die Ärzte, Pflegekräfte und Medizinischen Fachangestellten eine Belastungsprobe dar. „Keiner verweigert sich böswillig solchen Gesprächen, es ist halt nur sehr schwer“, betonte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Lukas Radbruch. Gemeinsam mit Vertretern der Ärztekammer Nordrhein, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, des Pflege­rats NRW und des Verbands der medizinischen Fachberufe stellte er am 28. Oktober im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf ein Pilotprojekt vor, das dazu beitragen soll, die Kommunikation mit schwerstkranken und sterbenden Menschen zu verbessern.

In neu konzipierten berufsgruppenübergreifenden Fortbildungen soll trainiert werden, wie zum Beispiel die Mitteilung einer schwerwiegenden Diagnose oder die Besprechung einer lindernden Therapie am Lebensende entsprechend den Bedürfnissen der Patienten gestaltet werden können.

Das Gesprächsvermögen der Gesundheits­berufe muss noch verbessert werden
„Schwierige Gespräche kann man lernen, sie lassen sich auch vorbereiten“, führte Radbruch aus. Er erhalte häufig von Patienten und Angehörigen die Rückmeldung, dass es am Gesprächsvermögen der Gesundheits­berufe mangele. Studien zeigten beispielsweise, dass deren Verweilzeit bei unheilbar Kranken immer kürzer werde. Ein häufiger Fehler sei zudem, selbst zu viel zu reden, anstatt zuzuhören.

Wichtig sei es zudem, interprofessionell im Team über die Kommunikation mit Schwerst­kranken und Sterbenden zu sprechen. Darauf wies auch der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, bei der Vorstellung des Projekts hin. „Eine gute Betreuung kann nicht von Einzelkämpfern, sondern nur im Team gewährleistet werden.“ Henke nannte noch einen weiteren Schwerpunkt des Projekts: Es gehe auch darum, die Selbstfürsorge der Helfer zu stärken, die häufig mit großem emotionalen Engagement ihrer Arbeit nachgingen.

Zunächst sollen nun von einer interdisziplinären Fachgruppe Fortbildungsinhalte entwickelt werden. Diese werden in der Folge in einer Modellregion praktisch erprobt - im Zusammenwirken von Krankenhausabteilung, Hausarztpraxen einschließlich dort tätiger Medizinischer Fachangestellter, ambulantem Pflegedienst und Pflegeheim. Später sollen die so gewonnenen Erkenntnisse in der Fläche umgesetzt werden. Das von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung getragene Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) begleitet das Projekt. Es wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung. © TG/aerzteblatt.de

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EEBO
am Samstag, 31. Oktober 2015, 13:25

Man verzeihe mir den Zynismus, aber

wozu brauchen wir in Zeiten der Suizidbeihilfe denn noch Kommunikation?

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