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Kleinkinder im Herbst besonders vergiftungsgefährdet

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Der roter Fingerhut ist äußerst giftig /dpa

Berlin – Kleinkinder sind im Augenblick durch die versehentliche Einnahme von giftigen Blüten, Samen oder Früchten in besonderem Maße gefährdet. Das zeigen die im Augenblick an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeldete Vergiftungsfälle. Das Institut erfasst diese und wertet sie aus.

In den Jahren 2011-2013 hat das BfR insgesamt 13.225 Vergiftungen dokumentiert. Allgemein sind die meisten Vergiftungsmeldungen auf den Umgang mit chemischen Produkten zurückzuführen, aber jede zehnte Vergiftung wurde durch Pflanzen oder Pilze ausgelöst.

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„Die Meldungen und Auswertungen von Vergiftungen führen dazu, dass Vergif­tungsrisiken für die Bevölkerung schneller erkannt werden. Sie tragen so dazu dabei, dass die Sicherheit von Produkten stetig verbessert wird“, sagte der BfR-Präsident Andreas Hensel.

In den „Ärztlichen Mitteilungen bei Vergiftungen 2011-2013“ werden Fälle in Verbindung mit dreien der giftigsten Gartenpflanzen skizziert: blauer Eisenhut, Engelstrompete und Wunderbaum (Ricinus).

Sämtliche Teile des blauen Eisenhutes enthalten sogenanntes Aconitin. Für den erwachsenen Menschen sind bereits etwa zwei bis sechs Milligramm davon tödlich. Schon nach einem Hautkontakt beim Pflücken der imposanten, tiefblauen Blüten können sich Symptome zeigen. Häufig komme es jedoch zu Vergiftungen, weil die Knolle des Eisenhuts mit Sellerie- oder Meerrettichwurzeln verwechselt wird, heißt es in der BfR-Publikation. © hil/aerzteblatt.de

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