NewsVermischtesFresenius Helios: Etwas mehr Umsatz, deutlich höherer Gewinn
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Fresenius Helios: Etwas mehr Umsatz, deutlich höherer Gewinn

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Köln – Der größte deutsche Klinikbetreiber Fresenius Helios verbucht im bisherigen Jahresverlauf nur einen leichten Umsatzanstieg, dafür aber einen deutlich verbesserten Gewinn. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Bericht des Fresenius-Konzerns für das dritte Quartal 2015 hervor.

Die Fresenius SE und Co. KGaA in Bad Homburg mit 220.000 Mitarbeitern weltweit profitierte von der Aufwertung des US-Dollar und des chinesischen Yuan gegenüber dem Euro. Die Hälfte des Umsatzwachstums in der Zeit Januar bis September 2015 von 22 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro und mehr als ein Drittel der Gewinnsteigerung um 31 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro gehen auf diese Währungseffekte zurück. Vor allem der Unternehmensbereich Fresenius Kabi (Infusionstherapie, klinische Ernährung, Transfusionstechnik) trieb Umsatz und Gewinn in die Höhe.

Verglichen damit sind die Zuwachsraten der 87 Akutkrankenhäuser und 24 Rehakliniken von Fresenius Helios mit ihren fast 70.000 Beschäftigten bescheiden. Der Umsatz wurde um sieben Prozent auf 4,17 Milliarden Euro gesteigert, wobei aber auch Zukäufe eine Rolle spielen. Die länger zum Konzern gehörenden Kliniken einschließlich der vor mehr als einem Jahr von der Rhön-Klinikum AG erworbenen Häuser setzten drei Prozent mehr um. Die Integration dieser Akquisitionen komme weiter gut voran, heißt es in dem Bericht. Die bisherigen Integrationskosten von 63 Millionen Euro lagen ziemlich genau im Rahmen der Erwartungen, weiterer Aufwand wird nicht erwartet. Nach wie vor geht der Vorstand davon aus, dass die Integration die Kostenrechnung künftig jährlich um 85 Millionen Euro entlasten wird.   

Anzeige

Von Januar bis September 2015 steigerte Fresenius Helios den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 19 Prozent und den Gewinn nach Steuern sogar um 23 Prozent auf 352 Millionen Euro. Nach früheren Angaben strebt der Konzern für die Kliniken mittelfristig eine Umsatzrendite (auf Ebit-Basis) von 12 bis 15 Prozent an. Weit ist Fresenius nicht mehr von diesem Ziel entfernt. Bei den länger als ein Jahr zur Gruppe gehörenden Krankenhäusern stieg die Gewinnmarge von 10,2 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nun 11,7 Prozent. Für das ganze Jahr 2015 erwartet Fresenius Helios unverändert sechs bis neun Prozent Umsatzsteigerung und eine Erhöhung des Gewinns vor Steuern und Zinsen um 14 bis 17,5 Prozent. 

Was den Gewinn angeht, muss sich Fresenius Helios im Vergleich mit den anderen Geschäftsbereichen nicht verstecken. Der Vorstand hat beim Konzerngewinn für das ganze Jahr 2015 die Messlatte höher gelegt und erwartet nun, bereinigt um Währungseffekte, mindestens 20 Prozent mehr. Schon im Sommer hatte er eine deutlich höhere Dividende für die Aktionäre angekündigt.  © Stü/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Oktober 2020
Bad Homburg – Deutschlands größter privater Krankenhausbetreiber Fresenius rüstet die Kliniken für mehr Patienten mit COVID-19. Man habe bei der Tochter Fresenius Helios in Deutschland rund 1.300
Fresenius rüstet Kliniken gegen Pandemie auf
13. Oktober 2020
Bad Homburg – Der frühere Vorstandschef der DZ Bank, Wolfgang Kirsch, soll künftig den Aufsichtsrat von Fresenius leiten. Der 65-Jährige werde sich auf der Haupt­ver­samm­lung im Mai 2021 zur Wahl in das
Fresenius: Kirsch soll Aufsichtsrat leiten, Konzernchef Sturm bleibt
20. August 2020
Bad Homburg – Der Gesundheitskonzern Fresenius macht sich weiter auf dem deutschen Krankenhausmarkt breit. Die Kliniktochter Fresenius Helios kaufe drei Krankenhäuser und vier angeschlossene
Helios Kliniken übernehmen zwei Malteser Akutkrankenhäuser
30. Juli 2020
Bad Homburg – Fresenius muss wegen der Coronakrise seine Ziele für das laufende Jahr korrigieren. Im zweiten Quartal schlugen sich die Folgen der Pandemie voll im Geschäft des Gesundheitskonzerns
Coronakrise trifft Fresenius
8. Juli 2020
Bad Homburg – Der Medizinkonzern Fresenius und seine ebenfalls im Dax notierte Tochter Fresenius Medical Care holen ihre Haupt­ver­samm­lungen Ende August im Internet nach. Das teilten die beiden
Fresenius: Online-Haupt­ver­samm­lungen Ende August
29. Mai 2020
Bonn − Das Bonner Malteser Krankenhaus „Seliger Gerhard“ geht samt zugehöriger medizinischer Versorgungseinrichtungen in die Trägerschaft der Helios Kliniken GmbH über. Eine entsprechende
Helios übernimmt Malteser Krankenhaus
22. Mai 2020
Bad Homburg – Hacker haben bei Fresenius Medical Care, einem Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, Patientendaten gestohlen und illegal veröffentlicht. Das
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER