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Medizin

Meniskusverletzung: Operation oder Schein-OP – was hilft besser?

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Köln – Bei Meniskusläsionen heilt eine Scheinoperation und physiotherapeutischer Behandlung den Patienten genauso gut wie ein chirurgischer Eingriff: Zu diesem Ergebnis kam im Jahr 2013 die finnische FIDELITY-Studie. Seitdem wird der Nutzen von Meniskusoperationen – immerhin fanden circa 300.000 Operationen pro Jahr in Deutschland statt – gegenüber einer Physiotherapie viel diskutiert.

Dabei stellt sich die Frage: Ist die nichtchirurgische Therapie vorzuziehen oder bietet eine Operation doch Vorteile? Dazu analysierten Wolf Petersen, Andrea Achtnich und Koautoren in ihrer Originalarbeit im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 705-13) den aktuellen Wissensstand der Behandlung von Meniskusläsionen und beurteilen Vor- und Nachteile der Therapiemethoden.

Die Berliner Ärzte untersuchten anhand von sechs randomisierten Studien, von welcher Behandlung - einer Operation oder einer Physiotherapie -  Patienten mit Meniskusrissen stärker profitieren. Bei fast allen zeigten sich für beide Therapieoptionen gleiche Ergebnisse. In der Hälfte der Studien war jedoch bei einigen Patienten die Physio­therapie erfolglos. Diese wechselten daraufhin in die Studiengruppen der operierten  Patienten. Ihre chirurgische Behandlung zeigte dabei die gleichen Ergebnisse wie bei den anderen operierten Teilnehmern.

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Therapie nichttraumatischer Meniskusläsionen

Meniskusrisse können Symptome wie Schmerzen oder Blockierungen verursachen und die sportliche Aktivität und Lebensqualität der betroffenen Patienten beeinflussen (1–5). Radiologische Studien haben gezeigt, dass Meniskusverletzungen außerdem im Langzeitverlauf zur Osteoarthrose führen können (2, 6–8). Die Mehrzahl der Meniskusläsionen entsteht ohne ein adäquates Trauma (3, 4, 9). Die Prävalenz

Die Autoren schließen anhand dieser Studiendaten darauf, dass Patienten mit einem Lappenriss im Meniskus nicht von der Physiotherapie profitieren. Für diese Personengruppe könnte eine Operation zu empfehlen sein. Jedoch müssten dazu künftig gezielte Studien durchgeführt werden. © mei/aerzteblatt.de

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