Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Edoxaban als Schlaganfall­prophylaxe für Patienten mit Vorhoff­limmern empfohlen

Dienstag, 3. November 2015

Köln – Edoxaban (Handelsname Lixiana) ist als Prophylaxe gegen Schlaganfall und systemische Embolien besser geeignet als die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten. Das ist das Fazit einer entsprechenden Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Demnach traten Schlaganfälle, Blutungen und schwere Nebenwirkungen unter Edoxaban seltener auf als bei der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Allerdings zeigten sich einige Vorteile des neuen Wirkstoffes nur bei Frauen: Sie hatten weniger hämorrhagische Schlaganfälle, weniger behandlungsbedürftige Blutungen und weniger schwere Nebenwirkungen als die Vergleichsgruppe. Bei Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko (CHADS2-Score >3) traten unter Edoxaban zudem seltener Schlaganfälle auf, die zu Behinderungen führten. „In der Gesamtschau zeigen sich ausschließlich positive Effekte von Edoxaban als Prophylaxe gegen Schlaganfall und systemische Embolien“, so das IQWiG.

Edoxaban ist seit Juni 2015 für zwei Anwendungsgebiete zugelassen: zum einen als Prophylaxe gegen Schlaganfall und systemische Embolien bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern (NVAF) und weiteren Risikofaktoren, zum anderen zur Behandlung und Prophylaxe von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien. Während das Institut den Zusatznutzen des Wirkstoffes zur Schlaganfallprophylaxe deshalb als „beträchtlich“ einstufte, konnte der Nutzen im zweiten Anwendungsbereich aufgrund der unzureichenden Datenlage im Hersteller-Dossier nicht bewertet werden. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

12.09.17
Bessere Diagnose und gezieltere Therapie von Bewegungsstörungen nach Schlaganfall
München – Nach einem Schlaganfall können viele Patienten einfache Alltagsgegenstände und Werkzeuge nur eingeschränkt mit den Händen greifen oder halten. Grund dafür sind bekanntlich Schädigungen im......
04.09.17
Patienten mit Plattenepithel­karzinom im Kopf-Hals-Bereich können von Nivolumab profitieren
Köln – Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich, bei denen eine platinbasierte Chemotherapie nicht ausreichend wirkt, können von einer Therapie mit dem Wirkstoff Nivolumab......
01.09.17
Brain-Compu­ter-Interface möglicherweise hilfreich in der Schlaganfall­rehabilitation
Adelaide – Ein Brain-Computer-Interface könnte dabei helfen, auch bei älteren Schlaganfällen die motorische Funktion über eine Aktivierung von sensomotorischen Schleifen zu verbessern. Entsprechende......
29.08.17
Implantierter Herzmonitor erkennt Vorhofflimmern
New York – Ein daumengroßer Herzmonitor, der unter die Haut implantiert wird und bis zu drei Jahre lang die Herzaktivität aufzeichnet, erkennt häufig Episoden des Vorhofflimmerns, die beim......
25.08.17
Crystal Meth kann Schlaganfall bei jüngeren Menschen auslösen
Sydney – Jüngere Konsumenten der Droge „Crystal Meth“, die Blutdruck und Herzfrequenz stark ansteigen lässt, haben offenbar ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, wobei nach Einschätzung von Experten im......
18.08.17
TAVI: Filtersystem reduziert Schlaganfälle bei OP um 70 Prozent
Ulm – Tritt während einer OP am Herzen ein Schlaganfall auf, bedeutet das für den Patienten häufig Invalidität oder gar den Tod. Verwenden Mediziner während einer......
10.08.17
Diabetesgesellschaft kritisiert Bewertungsverfahren für neue Arzneimittel
Berlin – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) hat ihre Kritik am Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz (AMNOG) und damit am Bewertungsverfahren für neue Arzneimittel erneuert. Anlass ist, dass sich......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige