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Edoxaban als Schlaganfall­prophylaxe für Patienten mit Vorhoff­limmern empfohlen

Dienstag, 3. November 2015

Köln – Edoxaban (Handelsname Lixiana) ist als Prophylaxe gegen Schlaganfall und systemische Embolien besser geeignet als die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten. Das ist das Fazit einer entsprechenden Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Demnach traten Schlaganfälle, Blutungen und schwere Nebenwirkungen unter Edoxaban seltener auf als bei der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Allerdings zeigten sich einige Vorteile des neuen Wirkstoffes nur bei Frauen: Sie hatten weniger hämorrhagische Schlaganfälle, weniger behandlungsbedürftige Blutungen und weniger schwere Nebenwirkungen als die Vergleichsgruppe. Bei Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko (CHADS2-Score >3) traten unter Edoxaban zudem seltener Schlaganfälle auf, die zu Behinderungen führten. „In der Gesamtschau zeigen sich ausschließlich positive Effekte von Edoxaban als Prophylaxe gegen Schlaganfall und systemische Embolien“, so das IQWiG.

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Edoxaban ist seit Juni 2015 für zwei Anwendungsgebiete zugelassen: zum einen als Prophylaxe gegen Schlaganfall und systemische Embolien bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern (NVAF) und weiteren Risikofaktoren, zum anderen zur Behandlung und Prophylaxe von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien. Während das Institut den Zusatznutzen des Wirkstoffes zur Schlaganfallprophylaxe deshalb als „beträchtlich“ einstufte, konnte der Nutzen im zweiten Anwendungsbereich aufgrund der unzureichenden Datenlage im Hersteller-Dossier nicht bewertet werden. © hil/aerzteblatt.de

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