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Medizin

Pulmonale Hypertonie: US Leitlinie gibt Empfehlungen bei Kindern

Donnerstag, 5. November 2015

Dallas/New York – Etwa zwei von tausend Kindern entwickeln nach der Geburt eine pulmonale Hypertonie, deren rechtzeitige Diagnose und effektive Therapie die Kinder vor lebenslangen Behinderungen oder dem Tod bewahren kann. Die American Heart Association publiziert zusammen mit der American Thoracic Society in Circulation (2015; doi: 10.1161/CIR.0000000000000329) erstmals eine Leitlinie für pädiatrische Patienten. 

Die pulmonale Hypertonie ist gekennzeichnet durch einen zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes im Lungenkreislauf. Die Folge ist eine zunehmende Belastung des rechten Herzens, dem es immer schwerer fällt, das Blut durch die Lungen zu pumpen. Gleichzeitig ist die Sauerstoffaufnahme des Blutes vermindert. Die Patienten werden kurzatmig, zyanotisch und sind körperlich zunehmend geschwächt. Häufige Ursachen sind ein angeborener Herzfehler, eine bronchopulmonale Dysplasie oder eine angeborene Zwerchfellhernie. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Rechtsherzversagen und zum Tod. 

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Diagnose und Therapie der pulmonalen Hypertonie waren bereits Gegenstand von Leitlinien (auch in Deutschland). Diese befassen sich jedoch in erster Linie mit der pulmonalen Hypertonie bei Erwachsenen. Da bei Kindern andere Ursachen im Vordergrund stehen, lassen sich die Empfehlungen nur schwer auf Kinder übertragen, schreibt das Team um Stephen Archer von der Queens University in Kingston/Ontario, das für die Leitlinien mehr als 600 Studien ausgewertet hat.

Herausgekommen ist ein 63-seitiges Dokument, das für die einzelnen Formen detaillierte Therapie-Empfehlungen gibt. Viele Probleme seien zwar noch nicht gelöst, so die Autoren, doch wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und an einem spezialisierten Zentrum behandelt werde, sei die Prognose für viele Kinder ausgezeichnet.

© rme/aerzteblatt.de

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