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Diabetes-Apps bieten Vorteile für Patienten und Ärzte

Donnerstag, 5. November 2015

dpa

Düsseldorf – Auf die Vorteile neuer Technologien für das Diabetesmanagement hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hingewiesen. „Für die Patienten, aber auch für uns Ärzte hat diese moderne Datenerfassung große Vorteile“, erläutert Stephan Schreiber, Tagungspräsident der Diabetes Herbsttagung 2015 und niedergelassener Diabetologe aus Quickborn. Schließlich sei eine gute Diabetes-Therapie individuell und eng an den Bedürfnissen und Besonderheiten des einzelnen Patienten orientiert.

Dazu benötige der behandelnde Diabetologe regelmäßig Daten über das Verhalten des Betroffenen im Umgang mit seiner Erkrankung im Alltag. Bis vor einigen Jahren dokumentierten Menschen mit Diabetes Werte wie Datum und Uhrzeit der Insulinin­jektionen, die jeweilige Insulinart sowie -dosis, Blutzuckerwerte, gewünschte zu essende Kohlehydratmenge und mögliche Begleitumstände wie Krankheit oder Sport akribisch auf Papier.

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Im Zeitalter des Smartphones könnten spezielle Diabetiker-Apps die Daten elektronisch erfassen und auszuwerten. „Da intelligente Apps es zulassen, die Therapiealgorithmen in ihnen zu hinterlegen, machen die Betroffenen durch die ständige Interaktion mit der App weniger Fehler mit ihrer Therapie“, so Schreiber. Zudem könne der Arzt die Daten leichter analysieren und die Therapie damit schneller und gezielter individuell auf den Patienten abstimmen.

Patienten mit Diabetes-Typ 2, die bisher noch nicht spritzten, könnten eine App als reines Dokumentationswerkzeug nutzen. Solche Apps gibt es laut der DDG mittlerweile von unterschiedlichen Anbietern, unter anderem von Krankenkassen. „Hinsichtlich der Datensicherheit sollten Menschen mit Diabetes bei der Auswahl darauf achten, dass die Daten auf dem eigenen Smartphone verbleiben“, empfiehlt Schreiber. © hil/aerzteblatt.de

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