NewsÄrzteschaftExperten fordern frühere Diagnostik und Therapie bei Alzheimer
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Experten fordern frühere Diagnostik und Therapie bei Alzheimer

Freitag, 6. November 2015

Düsseldorf – Viele Therapien zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit setzen zu spät an. Darauf haben Experten im Vorfeld der Medica Education Confrerence Mitte November in Düsseldorf hingewiesen. Sie fordern deshalb eine frühere Diagnostik und Therapie.

Den Experten zufolge leiden in Deutschland leiden rund 1,5 Millionen Menschen an einer Demenzerkrankung. Unter diesen ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste. Bereits viele Jahre vor dem Auftreten von klinischen Symptomen komme es bei den Betroffenen zu Veränderungen des Gehirns in deren Folge Nervenzellen absterben. „Für den Rückgang von Hirngewebe ist die Ablagerung von fehlerhaft gebildeten Eiweißen verantwortlich, den sogenannten Beta-Amyloiden“, erläuterte Judith Alferink, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Münster.

„Zusätzlich lagern sich unlösliche Fasern, die sogenannten Tau-Fibrillen, innerhalb der Nervenzellen ab“, Alferink. Zudem komme es zu einer Entzündungsreaktion im Gehirn. Treten erste Symptome auf, können laut Alferink bereits zahlreiche Nervenzellen an bestimmten Stellen des Gehirns abgestorben sein und die in der Folge angewendeten Therapien setzen zu spät an.

Anzeige

„Die Erkrankung sollte in einem frühen Stadium erkannt werden, idealer Weise noch vor dem Auftreten der ersten Symptome“, so die Medizinerin. Zu den Verfahren der Frühdiagnostik zählen ihr zufolge zum einen neuropsychologische Tests, um die für die Alzheimer Krankheit typischen Gedächtnisstörungen zu erfassen. Der Nachweis von Nervenzelluntergang in charakteristischen Gehirnregionen könne mittels Bildgebung des Gehirns, beispielsweise Kernspintomographie (MRT), erfolgen.

Eine verminderte Stoffwechselaktivität in betroffenen Hirnarealen sei mittels funktioneller Bildgebung wie der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachweisbar. Zusätzlich können laut Alferink die beschriebenen fehlerhaft gefalteten Eiweiße im Nervenwasser nachgewiesen werden.

© hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #114602
Brech
am Samstag, 7. November 2015, 10:44

Experten fordern frühere Diagnostik und Therapie bei Alzheimer

Wo kann man die Interessenkonflikts-Liste der Kollegin einsehen?
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER