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Brustkrebsvorsorge: Experten fordern bessere Beratung zur Ultraschall­untersuchung

Freitag, 6. November 2015

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hat gefordert, Patientinnen mit „röntgendichter“ Brust besser zu informieren. Während etwa betroffene Patientinnen in Österreich direkt im Anschluss an die Mammografie eine Ultraschalluntersuchung erhalten, mangele es hierzulande an Beratung, kritisierten DEGUM-Experten heute auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Der Fachgesellschaft zufolge hat mehr als jede dritte Frau über 50 einen hohen Drüsen- und Bindegewebeanteil innerhalb der Brust. Dies erhöhe das Krebsrisiko. „Da sowohl das Drüsengewebe wie auch ein Tumor typischerweise eine höhere Dichte als das Fettgewebe aufweisen und im Bild weiß erscheinen, ist ein Tumor bei der Frau mit dichter Brust in der Mammographie schwerer zu erkennen“, erklärte Markus Müller-Schimpfle, Leiter der Diagnostik im Brustzentrum und Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Frankfurt Höchst.

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Obwohl das Screening-Programm mit größtmöglicher Qualitätssicherung durchgeführt werde, sei es daher möglich, dass Tumore trotz der Teilnahme am Mammografie-Screening unentdeckt blieben. Ein Brustultraschall sei als ergänzende Untersuchung hier oftmals sinnvoll, um Unsicherheiten der Mammographie auszuräumen. Die DEGUM rät Ärzten, betroffene Patientinnen darauf hinzuweisen, dass Krebsgeschwüre bei der Mammografie übersehen werden können.

Zudem sollten sie die Patientinnen über die Möglichkeiten einer ergänzenden Ultraschalluntersuchung aufklären. Bei der Beratung sei das Gesamterkrankungsrisiko der Frau zu berücksichtigen. Dieses werde durch Alter, Familienanamnese und Vorerkrankungen besonders beeinflusst. Auch Probleme möglicher Überdiagnostik und zusätzlicher Kosten gelte es zu bedenken, so die Fachgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

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