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Ärzteschaft

Ruheständlern bei der Flüchtlings­versorgung in Sachsen-Anhalt unentbehrlich

Montag, 9. November 2015

Magdeburg – Die Versorgung der ankommenden Flüchtlinge war das Hauptthema der Kammerversammlung der Lan­des­ärz­te­kam­mer Sachsen-Anhalt am vergangenen Samstag. „Von der Erfassung, Erstversorgung und -untersuchung in den Aufnahme­stellen über die Unterbringung, dem Infektionsschutz, die Versorgung mit Medikamenten und Impfstoff bis hin zur weiteren ambulanten und stationären Versorgung sind ärztliche Leistungen gefordert“, sagte die Kammerpräsidentin Simone Heinemann-Meerz. Sie sei froh, dass Ärzte im Ruhestand dem Aufruf der Kammer gefolgt seien und für die ärztliche Erstversorgung zur Verfügung stünden. „Sonst wäre diese Aufgabe kaum zu bewältigen“, sagte sie. Die Präsidentin betonte, der Wille zu helfen stehe bei allen im Mittelpunkt.

Die Kammerversammlung forderte die Politik auf, Fragen zur Einführung der Gesund­heitskarte und deren Leistungsumfang schnell zu klären. Außerdem sei wichtig, die medizinischen Einrichtungen für die Erstuntersuchung technisch besser auszustatten und miteinander zu vernetzen. Ein besonderes Problem sei weiterhin die Sprache: Hier könnte ein Dolmetscher-Pool helfen, der den Medizinern zur Seite stehe, so die Dele­gierten. „Die Ärztekammer wird noch in diesem Monat die erste Fortbildung für Ärzte zum Flüchtlingsthema anbieten“, kündigte Heinemann-Meerz an. 

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Die Ärztekammer hatte am 5. November einen runden Tisch zur Flüchtlingsversorgung in Sachsen-Anhalt veranstaltet. Zu dem Treffen waren Mitarbeiter aus verschiedenen Ministerien und Gesundheitsämtern gekommen, außerdem Vertreter von Rettungs­dienst, Kassenärztlicher Vereinigung, Apothekerkammer, Netzen und Büros für medizi­nische Flüchtlingshilfe sowie Impfexperten. Heinemann-Meerz betonte, der große Zustrom von Flüchtlingen erfordere eine enge und unkomplizierte Zusammenarbeit auf allen Fachebenen. © hil/aerzteblatt.de

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