NewsVermischtesWarnung vor Ayurveda-Präparaten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Warnung vor Ayurveda-Präparaten

Dienstag, 10. November 2015

dpa

Bielefeld – Vor einer möglichen Belastung von Ayurveda-Produkte mit Quecksilber, Arsen oder Blei warnt die Zeitschrift „Gute Pillen – Schlechte Pillen“. „Mehrfach haben sich deutsche Touristen bei Ayurveda-Kuren in Sri Lanka vergiftet. Das ist traurig. Aber es ist falsch, nur die Anbieter von Kuren und Produkten fern der Heimat anzuklagen“, schreibt die Redaktion in ihrem Newsletter. Bedenkliche Konzentrationen hätten insbesondere Wissenschaftler in den USA festgestellt.

Die Zeitschrift weist daraufhin, dass ayurvedische Zubereitungen in Deutschland keine zugelassenen Arzneimittel seien. Die pharmazeutische Qualität der Produkte werde infolgedessen nicht systematisch durch eine Behörde überprüft. Ayurveda-Produkte seien in der Regel Nahrungsergänzungsmittel und fielen damit unter das deutsche Lebensmittelgesetz.

Anzeige

Anders als Arzneimittel bedürften sie daher keiner behördlichen Zulassung. Sie würden nicht systematisch, sondern meist nur stichprobenartig durch die Lebensmittelüberwachung in den Bundesländern überprüft. Außerdem könnten sie unkompliziert über Ländergrenzen hinweg gehandelt werden.

„Dass Ayurveda-Medizin heilsam ist, ist nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin nicht bewiesen“, schreibt die Redaktion. Die Risiken mit Schwermetallen belasteter Produkte lägen hingegen auf der Hand: unter anderem Gewichtsverlust, Schmerzen, Konzentrationsstörungen und mögliche Schäden des Blut- und des Zentralnervensystems.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. Oktober 2019
Magdeburg – Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat eine neue Weiter­bildungs­ordnung beschlossen und verzichtet künftig auf die Zusatzbezeichnung Homöopathie. Da wissenschaftliche Nachweise zur Wirksamkeit
Homöopathie aus Weiter­bildungs­ordnung in Sachsen-Anhalt gestrichen
8. Oktober 2019
Paris – Patienten in Frankreich müssen homöopathische Mittel künftig selbst bezahlen. Ab 2021 sollen solche Präparate nicht mehr von den Krankenkassen erstattet werden. Das geht aus einer Verordnung
Franzosen müssen homöopathische Mittel selbst bezahlen
18. September 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will umstrittene Kostenübernahmen für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen nicht antasten. Er verwies gestern in Berlin beim
Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antasten
6. September 2019
Osnabrück – Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat den Druck auf Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) erhöht, die Finanzierung homöopathischer Mittel durch
KBV ruft nach Erstattungsverbot für Homöopathie
7. August 2019
Mainz/Kaiserslautern – Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Kaiserslautern nehmen in einem Forschungsprojekt die Inhaltsstoffe pflanzlicher Arzneimittel und -tees in den Blick. Erste
Pflanzliche Arzneimittel und -tees auf dem Prüfstand
1. August 2019
Krefeld – Die Bewährungsstrafe für einen Heilpraktiker aus Brüggen nach dem Tod von drei seiner Krebspatienten ist rechtskräftig. Das teilte ein Gerichtssprecher gestern mit. Das Krefelder Landgericht
Bewährungsstrafe für Krebsheiler nach Tod von Patienten rechtskräftig
19. Juli 2019
Philadelphia – Musik kann eine Alternative zu Medikamenten sein, die Ärzte routinemäßig zur Beruhigung der Patienten vor einer Regionalanästhesie einsetzen. Das berichten Wissenschaftler um Veena
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER