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Warnung vor Ayurveda-Präparaten

Dienstag, 10. November 2015

dpa

Bielefeld – Vor einer möglichen Belastung von Ayurveda-Produkte mit Quecksilber, Arsen oder Blei warnt die Zeitschrift „Gute Pillen – Schlechte Pillen“. „Mehrfach haben sich deutsche Touristen bei Ayurveda-Kuren in Sri Lanka vergiftet. Das ist traurig. Aber es ist falsch, nur die Anbieter von Kuren und Produkten fern der Heimat anzuklagen“, schreibt die Redaktion in ihrem Newsletter. Bedenkliche Konzentrationen hätten insbesondere Wissenschaftler in den USA festgestellt.

Die Zeitschrift weist daraufhin, dass ayurvedische Zubereitungen in Deutschland keine zugelassenen Arzneimittel seien. Die pharmazeutische Qualität der Produkte werde infolgedessen nicht systematisch durch eine Behörde überprüft. Ayurveda-Produkte seien in der Regel Nahrungsergänzungsmittel und fielen damit unter das deutsche Lebensmittelgesetz.

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Anders als Arzneimittel bedürften sie daher keiner behördlichen Zulassung. Sie würden nicht systematisch, sondern meist nur stichprobenartig durch die Lebensmittelüberwachung in den Bundesländern überprüft. Außerdem könnten sie unkompliziert über Ländergrenzen hinweg gehandelt werden.

„Dass Ayurveda-Medizin heilsam ist, ist nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin nicht bewiesen“, schreibt die Redaktion. Die Risiken mit Schwermetallen belasteter Produkte lägen hingegen auf der Hand: unter anderem Gewichtsverlust, Schmerzen, Konzentrationsstörungen und mögliche Schäden des Blut- und des Zentralnervensystems.

© hil/aerzteblatt.de

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