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Studie belegt verantwortungsvollen Umgang Jugendlicher mit Sexualität

Donnerstag, 12. November 2015

Köln – „Sie sind sexuell aktiv und verhüten gut“ – auf diese Kurzfassung lassen sich die Ergebnisse der Studie „Jugendsexualität 2015“ der Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bringen. Die repräsentative Befragung knüpft an Vorläuferstudien zur Jugendsexualität aus den Jahren 1980 bis 2010 an. Schwerpunktthemen der Befragung sind die Aufklärung in Schule und Elternhaus, erste sexuelle Erfahrungen, Verhütungs­wissen und Verhütungsverhalten.

„Annahmen, wonach immer mehr junge Menschen immer früher sexuell aktiv werden, bestätigen sich nicht“, erläutert Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Während sexuelle Aktivitäten unter den 14-Jährigen insgesamt mit durchschnittlich sechs Prozent die Ausnahme sind, hat im Alter von 17 Jahren mehr als die Hälfte Geschlechtsverkehr-Erfahrung. Im Alter von 19 Jahren sind 90 Prozent der jungen Frauen deutscher Her­kunft sexuell aktiv geworden. Junge Frauen mit ausländischen Wurzeln sind im Alter von 21 Jahren zu 70 Prozent sexuell aktiv. Für junge Männer gilt dies erst zwei bezie­hungsweise drei Jahre später.

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Das Verhütungsverhalten der 14- bis 17-Jährigen ist laut der BZgA „ausgesprochen umsichtig“. Über 90 Prozent der sexuell aktiven jungen Menschen sprechen mit ihrem Partner über Verhütung. Zum Vergleich: 1980 trafen 29 Prozent der Jungen und 20 Prozent der Mädchen keine Verhütungsvorkehrungen beim ersten Geschlechtsverkehr, heute sind es nur noch sechs beziehungsweise acht Prozent. „Es ist eine aus­ge­sprochen erfreuliche Entwicklung, dass Jugendliche schon bei den ersten Sexual­kontakten ganz besonders auf das Schutzverhalten achten“, so Thaiss.

Die Studie umfasst 3.500 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sowie deren Eltern und 2.250 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren. 1.750 der Befragten haben einen Migrationshintergrund. © hil/aerzteblatt.de

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