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Marburger Ionenstrahl-Therapie­zentrum eingeweiht

Montag, 16. November 2015

Heidelberg – Das neue Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) hat seinen Betrieb aufgenommen. „Wir freuen uns sehr, nach einem langen und intensiven Weg, hier in Marburg eines der innovativsten onkologischen Therapiezentren eröffnen zu können“, sagte Guido Adler, Vorstandsvorsitzender und leitender ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg.

„Unser Ziel ist es, möglichst vielen schwerstkranken Patienten mit der Behand­lungsmethode zu helfen sowie die Forschung in diesem Bereich ein gutes Stück voranzubringen“, betonte Boris Rhein (CDU), Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst.

Die Patienten werden in Marburg künftig in der Verantwortung des Universitätsklinikums Heidelberg behandelt. Es stehen im Augenblick zwei, künftig drei, Behandlungsplätze zur Verfügung. Krebspatienten werden dort mit sogenannter Ionenstrahlung therapiert, auch Partikel- oder Teilchenstrahlung genannt. Mit ihnen lassen sich Tumoren besonders gezielt bestrahlen. Schwerionen haben darüber hinaus bei gleicher Dosis eine höhere medizinische Wirksamkeit als die konventionelle Bestrahlung mit Photonen.

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Ionenstrahl-Therapiezentrum in Marburg: Eine unendliche Geschichte

Nach acht Jahren Planung, Bauzeit, Leerstand und Streitigkeiten werden nun erstmals Patienten am neuen Ionenstrahl-Zentrum in Marburg behandelt. Inzwischen betreibt das Universitätsklinikum Heidelberg das Zentrum in Hessen. Am kommenden Montag findet an der Uniklinik Marburg-Gießen eine Premiere statt, die seit fast vier Jahren auf sich warten lässt.

Die Uniklinik Heidelberg betreibt bereits seit Ende 2009 das sogenannte Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT). Bislang wurden dort rund 3.000 Patienten behandelt. „Von einer Ionentherapie im HIT sollen langfristig rund zehn Prozent der Krebspatienten profitieren, bei denen das Tumorwachstum mit der herkömmlichen Strahlentherapie nicht gestoppt werden kann, weil es technisch unmöglich ist, eine ausreichend hohe Strahlendosis zu verabreichen“, informiert das HIT auf seiner Internetseite.

Das Universitätsklinikum Heidelberg hatte sich mit dem Land Hessen, der Rhön Klinikum AG, den Universitäten Marburg und Heidelberg, dem Universitätsklinikum Marburg sowie der Siemens AG im vergangenen Jahr vertraglich auf die Inbetriebnahme der Partikeltherapieanlage in Marburg geeinigt. Dazu hat das Universitätsklinikum Heidelberg mit der Rhön Klinikum AG 2014 eine gemeinsame Betreibergesellschaft gegründet, an der das Universitätsklinikum Heidelberg 75,1 Prozent und die Rhön Klinikum AG 24,9 Prozent der Anteile halten. © hil/aerzteblatt.de

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