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Ärzteschaft

Tarifabschluss für Ärzte an BG-Kliniken

Mittwoch, 18. November 2015

Berlin – Lange drohten die Tarifverhandlungen zu scheitern – aber jetzt haben sich der Marburger Bund (MB) und der Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung doch auf einen Tarifabschluss geeinigt. Er gilt für rund 1.000 Ärzte an insgesamt zehn Unfallkliniken und -behandlungsstellen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Nach dem gestern Abend ausgehandelten Kompromiss steigen die Gehälter der Ärzte rückwirkend zum 1. Juli 2015 um 1,6 Prozent und ab 1. Juli 2016 um weitere 2,3 Prozent. Ein zusätzlicher wesentlicher Faktor der Tarifeinigung sind neue Entgeltstufen in allen Vergütungsgruppen. Sie sollen längere Qualifizierungen in den jeweiligen Vergütungsgruppen – Arzt, Facharzt, Oberarzt, Chefarzt-Stellvertreter – angemessener abbilden als bislang.

„Die neue, zum 1. Juli 2016 in Kraft tretende Gehalts-Matrix bildet zukünftig Berufs­karrieren von sechs Jahren bei Ärzten, dreizehn Jahren bei Fachärzten, sowie zehn Jahren bei Oberärzten und Chefarzt- Stellvertretern ab“, sagte der MB-Verhandlungs­führer Rolf Lübke. Das sei aus seiner Sicht zwar „nicht das Ende unserer Vorstellungen“, aber doch ein „tragfähiger Kompromiss“. Unter Berücksichtigung der Strukturver­änderungen verbessere der Abschluss die Gehälter der Ärzte um etwa fünf Prozent.

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Die Einigung kam nach vier Verhandlungsrunden zustande. Noch Ende Oktober hatte Lübke nach der dritten Verhandlungsseite die Angebote der Arbeitgeberseite als unzureichend bezeichnet und ihnen vorgeworfen, sie habe „die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt“.

Der neue Abschluss gilt nicht für das Unfallkrankenhaus Berlin – hier gilt ein Haus­tarifvertrag, den der Landesverband Berlin/Brandenburg des MB verhandelt. © hil/aerzteblatt.de

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