Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Wie Killerzellen HIV-infizierte Zellen erkennen

Donnerstag, 19. November 2015

Hamburg – Wissenschaftler des Heinrich-Pette-Instituts (HPI) sowie des Universitäts­klinikums Eppendorf (UKE) haben den Mechanismus weiter aufgeklärt, über den natürliche Killerzellen (NK-Zellen) HIV-infizierten Zellen erkennen. Ihre Studie ist in der Zeitschrift PLOS Medicine erschienen (doi 10.1371/journal.pmed.1001900).

Bisher war laut der Arbeitsgruppe nur wenig darüber bekannt, wie NK-Zellen HIV-1-infizierte Zellen erkennen und wie das Virus es schafft, diesem Immundruck zu entkommen. Mit Proben von 390 HIV-1-infizierten unbehandelten Personen aus Durban (Südafrika) gingen sie der Frage nach, wie sich Mutationen in der Virus-Sequenz auf das Zusammenspiel zwischen NK-Zellen, deren sogenannten KIR-Rezeptoren sowie den HLA-Rezeptoren auf den infizierten Zellen auswirkt.

Sie konnten mittels biochemischer Untersuchungen sowie durch computergestützte Modellierung zeigen, dass HIV-1 durch selektive Mutationen die Bindung von inhibierenden KIR-Rezeptoren bestärkt und so einem Zerstören der infizierten Zellen durch die NK-Zellen entgeht. Künftige Studien müssten klären, ob die zugrunde liegenden Mechanismen auch bei weiteren Krankheitserregern oder der Tumor­pathogenese eine Rolle spielen.

„Unsere Ergebnisse belegen einmal mehr die Komplexität des Zusammenspiels von HIV mit dem angeborenen Immunsystem, aber auch eine weitere Strategie des Virus, dem Immundruck durch die NK-Zellen zu zu entgehen“, sagte Marcus Altfeld, Leiter der Abteilung Virus-Immunologie im Heinrich-Pette-Institut. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

19.05.17
Lebenserwartung HIV-Infizierter um zehn Jahre gestiegen
Bristol – Die Lebenserwartung eines HIV-Infizierten ist seit Beginn der antiretroviralen Therapie gegen HIV 1996 in Europa und Nordamerika um zehn Jahre gestiegen. Der Anstieg gilt für Erkrankte, die......
12.05.17
Ärzte sollen häufiger HIV-Tests anbieten
Berlin – „Kein Aids für alle!“ und das bis 2020, so lautet das Motto der der neuen Kampagne der Deutschen Aids-Hilfe (DAH), die heute startete. Damit unterbietet die DAH das Ziel der Vereinten......
09.05.17
HIV-Test für zu Hause: Bundesgesundheits­ministerium prüft Zulassung
Berlin – In Deutschland könnten schon bald HIV-Tests für zu Hause legal sein. In Europa seien seit kurzer Zeit erstmals Schnelltests erhältlich, die wesentlich genauer und einfacher zu handhaben seien......
31.03.17
HIV-Hilfegesetz: Bund will Entschädigung für Opfer des Blutskandals alleine zahlen
Berlin – Schon bald werden der Stiftung „Humanitäre Hilfe“ die Gelder ausgehen, mit denen sie Betroffene des Blutskandals entschädigt. Nach aktuellem Stand reichen die Mittel für HIV-Infizierte und......
28.03.17
Millionenförderung für Stiftung humanitäre Hilfe geplant
Berlin – Die „Stiftung humanitäre Hilfe“, eine Hilfseinrichtung für Opfer des „Blutkonservenskandals“, soll künftig mit neun bis zehn Millionen Euro jährlich aus Bundesmitteln finanziert werden. Das......
24.03.17
Berlin – Eine HIV-Infektion ist grundsätzlich kein Hindernis mehr für den Dienst in der Bundeswehr. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßte gestern die offizielle Neuregelung in der Truppe.......
14.03.17
HIV: Kombinierte Antikörper könnten Virusreplikation langfristig kontrollieren
New York – Eine frühzeitige Behandlung mit mehreren breitneutralisierenden Antikörpern könnte das Immunsystem befähigen, eine HIV-Infektion aus eigener Kraft zu kontrollieren. Dies zeigen neue......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige