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Ausland

Drei neue Ebola-Fälle in Liberia

Freitag, 20. November 2015

Genf – In Liberia sind drei neue Ebola-Fälle registriert worden. Es gebe drei bestätigte Fälle, sagte ein Sprecher der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO am Freitag. Der westafrikanische Staat war im Mai für Ebola-frei erklärt worden, doch nur sechs Wochen später trat die Krankheit wieder auf. Im September wurde Liberia dann ein zweites Mal für Ebola-frei erklärt.

Ein zehnjähriger Junge sei am vergangenen Samstag erkrankt und in ein Krankenhaus in Monrovia gebracht worden, sagte der WHO-Ebolabeauftragte in Liberia, Bruce Aylward. Zwei Geschwister des Jungen zeigten in den vergangenen zwei Tagen ebenfalls Symptome; die WHO bestätigte nun auch deren Erkrankung.

Der Infektionsweg war noch unklar: Der Junge habe keinen Kontakt mit Ebola-Patienten gehabt und sei auch auf keiner Beerdigung gewesen, sagte Aylward. Allerdings hätten die Eltern der Kinder in den vergangenen Wochen leichte Krankheitssymptome aufgewiesen; dies könne ein Hinweis auf den Infektionsweg sein.

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Ein Sprecher des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums in Monrovia rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. „Wir haben Leute, die in der Lage sind, die Situation unter Kontrolle zu halten", sagte Sprecher Sorbor George. Aylward lobte die Verbesserungen der liberianischen Ebola-Reaktionskräfte und Nofalleinrichtungen seit der Ebola-Krise.

Seit Beginn der Ebola-Epidemie Ende 2013 waren in Liberia mehr als 10.600 Menschen erkrankt, mehr als 4800 Patienten starben. Insgesamt fielen der Epidemie 11.300 Menschen zum Opfer, die meisten Opfer gab es neben Liberia in Guinea und Sierra Leone. © dpa/aerzteblatt.de

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