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EU-Gesundheits­kommissar fordert Hilfe für Flüchtlinge auf Lesbos

Freitag, 20. November 2015

Flüchtlinge auf Lesbos-dpa

Lesbos – EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat bei einem Besuch auf Lesbos weitere Hilfen für Griechenland in der Flüchtlingskrise gefordert. „Wir müssen vor Ort sofort handeln“, sagte der Litauer, der auf der Ägäis-Insel am Donnerstag unter anderem mehrere Gesundheitszentren für Flüchtlinge besuchte. „Alle europäischen Hauptstädte müssen verstehen, was hier los ist“, sagte Andriukaitis. Während viele Helfer bereit seien, sich „24 Stunden am Tag“ um die Flüchtlinge zu kümmern, bauten manche Länder inzwischen Zäune auf, um die Hilfesuchenden abzuwehren.

Als einer der ersten EU-Vertreter besuchte Andriukaitis auch den Strand Skala Sykamineas im Norden der Insel, wo täglich hunderte Flüchtlinge in Schlauchbooten aus der Türkei ankommen. Nach der Ankunft eines Flüchtlingsbootes zeigte sich der EU-Kommissar tief berührt. „Mein Herz leidet“, sagte Andriukaitis.

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Lesbos und die anderen ägäischen Inseln sind derzeit das Ziel tausender Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Seit Jahresbeginn flohen bereits etwa 800.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa, die meisten von ihnen landeten in Griechenland. Obwohl etliche griechische Ägäis-Inseln nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt liegen, kommt es bei der Überfahrt immer wieder zu tödlichen Unglücken.

© afp/aerzteblatt.de

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