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Politik

Techniker Krankenkasse will Zusatzbeitrag erhöhen

Sonntag, 22. November 2015

Düsseldorf – Die Techniker Krankenkasse als größte Kasse in Deutschland hat für das kommende Jahr eine Beitragserhöhung angekündigt. „Auch wir werden unseren Zusatzbeitrag anheben müssen, weil wir seriös finanziert bleiben und nicht unsere Rücklagen antasten wollen“, sagte TK-Chef Jens Baas der Düsseldorfer Rheinischen Post vom Samstag. Ursache seien die anhaltend steigenden Gesundheitskosten.

„Derzeit nehmen wir 0,8 Prozent. Und wir arbeiten hart daran, auch unter dem neuen Branchendurchschnitt zu bleiben“, fügte Baas hinzu. Der durchschnittliche Zusatz­beitrag, den die Arbeitnehmer alleine tragen müssen, steigt nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums im kommenden Jahr von 0,9 auf 1,1 Prozent, der durchschnittliche Gesamtbeitrag somit von 15,5 auf 15,7 Prozent.

Baas erwartet, dass der Gesetzgeber auch den Arbeitgeber-Anteil wieder anheben wird, der derzeit bei 7,3 Prozent eingefroren ist. „Es ist nicht realistisch, dass auf Dauer allein die Arbeitnehmer den Kostenanstieg finanzieren. Spätestens 2017, im Jahr der Bundestagswahl, wird diese Diskussion Fahrt aufnehmen“, sagte Baas.

Ursache für die Beitragserhöhung seien die anhaltend steigenden Gesundheitskosten. Um den Kostenanstieg bei Krankenhäusern zu bremsen, forderte der TK-Chef, vor Operationen mehr Zweitmeinungen von Ärzten einzuholen. „Dadurch ließen sich viele sinnlose Operationen vermeiden“, sagte Baas. 80 Prozent der Rücken-Operationen seien überflüssig. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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Herz1952
am Freitag, 27. November 2015, 11:32

"Zusatznutzen"

@Widerstand,

Leider sind manche Medikamente unverzichtbar. Das Dumme dabei ist nur, dass der G-BA es nicht als Zusatznutzen anerkennt, wenn z.B. ein Diabetesmedikament nicht über die Niere ausgeschieden wird, obwohl diese schon geschädigt sein kann. Der Zusatznutzen bezieht sich explizit nur auf die Krankheit, für die das Medikament sozusagen "zuständig" ist. Dies ist für viele Patienten ein Problem.

Der Staat hat mit den Pharmafirmen vereinbart, dass diese für ein neues Medikament nehmen können, was sie wollen. Aber diese Mehrkosten sollen bei gesetzlich Versicherten eingespart werden auf Kosten ihrer Gesundheit.

Leider weis auch der beste Arzt nicht genau, durch was eine Krankheit ausgelöst wird. Dazu ist das menschliche Genom noch zu wenig erforscht, wenn es denn jemals dazu kommt.

Dem Spitzenverband Bund der GKV wäre es am liebsten, wenn alle Krankheiten auf Fehlverhalten und Fehlernährung, also aufgrund der Schuld des Patienten, zurückgeführt werden könnten, damit es eines Tages heißt: "Selbst schuld, das braucht die Gemeinschaft der Beitragszahler nicht zu übernehmen".
Widerstand
am Mittwoch, 25. November 2015, 18:44

Zusatzbeiträge erhöhen...

Die Kassen sollten mal vom Hinterteil der Pharma Abstand nehmen und nicht immer mehr da reinstecken.
Es ist doch wohl peinlich, wenn nutzlose Medikamente ohne jeglichen Zusatznutzen zugelassen und bezahlt werden, um dann die Beiträge zu erhöhen.
Gibt es eigentlich noch Leute mit Rückgrat bei den Kassen?

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