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Online Portal unterstützt junge Menschen mit Krebs

Mittwoch, 25. November 2015

Freiburg – Hilfe bei der Lebensbewältigung will die „Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs“ Patienten mit einem neuen Online-Portal geben. „Zu den unmittelbaren medizinischen Implikationen einer Krebsdiagnose kommt bei jungen Menschen mit Krebs ein signifikant erhöhtes Armutsrisiko, das die ohnehin schon extrem schwierige Situation noch deutlich verschärft“, erläuterte der Kuratoriums­vorsitzende der Stiftung, Mathias Freund. Junge Erwachsene seien mit den sozialen Folgen einer schweren Erkrankung während Ausbildung, Studium oder zu Beginn des Arbeitslebens „praktisch immer überfordert“, betonte er.

Die Stiftung hat daher in den vergangenen Monaten mit Medizinern, Juristen, IT-Spezialisten und Patienten das „Junge Krebsportal“ entwickelt. Es eröffnet über das Internet einen schnellen Zugang zu Experten in ganz Deutschland. Nach Einrichtung des persönlichen Datenbereichs, Formulierung der Anfrage und Erfassung von Basisinformationen für die Beratung wird der Kontakt zwischen Patienten und Beratern hergestellt.

Die Probleme können im Chat, telefonisch und über die persönliche Vorstellung beim Berater in räumlicher Nähe angegangen werden. Dabei geht es nicht um die medizinische Behandlung der Erkrankung, sondern um Hilfe bei speziellen sozialen Problemen. Die über das Portal vermittelten Experten können zum Beispiel bei Anträgen und den dazugehörigen Fristen Rat und Hilfe geben.

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Das Expertenteam besteht aus Sozialmedizinern, die ehrenamtlich für die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs tätig sind. Als Mitglieder des Arbeitskreises „Onkologische Rehabilitation“ der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie eV besitzen sie laut der Stiftung eine fundierte Expertise und sind mit den aktuellen Entwicklungen unter anderem im Bereich des Sozialrechts vertraut.

„Wir müssen uns schon frühzeitig um soziale und finanzielle Krisen kümmern, bevor die Situation kippt“, fasst Ulf Seifart, Wissenschaftlicher Projektleiter des „Jungen Krebs­portals“ und Chefarzt der Klinik „Sonnenblick“ der Deutschen Rentenversicherung in Marburg das Anliegen des Portals zusammen.

Neben der Beratung von jungen Menschen mit Krebs soll das Projekt auch helfen, die künftige Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Durch eine wissenschaftliche Auswertung sollen die besonderen Problemlagen der jungen Patienten analysiert werden. „Mit Zustimmung der Patienten wollen wir durch die Analyse der aktuellen Situation bestehende Defizite in der Versorgung aufdecken und notwendige Verbesserungen formulieren“, erläutert Freund.

© hil/aerzteblatt.de

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rothhagenbrigitte
am Sonntag, 29. November 2015, 14:30

grau ist alle Theorie

Wer mit 23J. als Student an Krebs erkrankt, gilt als Erwachsener. Somit geht das Theater schon bei den Schwerbeschädigtenanträgen los, da nur chemotherapie etc. für Hilfebedürfgig oder Begleitung bei Kindern zählt. Jedes Bundesland hat andere Regeln - hoch lebe der Förderalismus - auf dem Rücken der Schwächsten. Sozialhilfe gibt es nicht, denn solange das "Kind" kindergeldmäßig zählt, sind die Eltern für die Versorgung zuständig. Eine REHA über die Dt. RV gibt es auch nicht, den das Kind hat ja keine 5J. Erwerbstätigkeit nachzuweisen....
Arbeitslosengeld etc. gibts auch nicht, ist ja krank....Und nun sage bitte keiner, das stimmt so nicht....haben wir alles selbst durch bis zu Gericht. Also liebe Eltern seid Ihr bis zur völligen wirtschaftlichen Selbständigkeit, zuständig, auch für die selbstorganisierten REHA- urlaube mit Eltern, weil alleine nicht geht wegen der Krankheit. Glück ist, wenn man dann eine funktionierende Familie hat. die das alles gerne abfängt.
LNS

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