Politik

eArztbrief: Höhe der Förderung soll ab 2018 ausgehandelt werden

Dienstag, 1. Dezember 2015

Berlin – Die Bundesregierung will die finanzielle Förderung des Einsatzes von elektronischen Arztbriefen in Höhe von 55 Cent pro Brief auf das Jahr 2017 begrenzen. Das geht aus Änderungsanträgen zum E-Health-Gesetz hervor, das am kommenden Donnerstag in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beraten wird. Ab dem Jahr 2018 sollen der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Höhe der Förderung dann aushandeln. Die Abrechnung dieses Zuschlags soll dabei nur dann zulässig sein, wenn der elektronische Arztbrief mit einer qualifizierten Signatur versehen ist, die der Arzt mit seinem Heilberufsausweis erzeugt hat.

Ziel der Förderung sei es, heißt es in dem Antrag, Ärzte bereits frühzeitig mit Heilberufsausweisen auszustatten, da diese notwendig seien, um etwa die medizinischen Anwendungen „Notfalldaten“ und „Medikationsplan“ spätestens ab dem 1. Januar 2018 verfügbar zu machen.  

Anzeige

Der Arzt soll künftig zudem dazu verpflichtet werden, die Patienten über die Möglichkeit zu informieren, ihre Daten im sogenannten Patientenfach selbst einzusehen und zu nutzen. Die Nutzung des Patientenfachs ist eine freiwillige Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte.

Nichts ändern soll sich an der Verpflichtung für die Apotheker, bei Abgabe eines Arzneimittels den Medikationsplan in Papierform und in elektronischer Form zu aktualisieren, wenn der Versicherte das wünscht. Auch soll nach wie vor nur der Arzt einen Medikationsplan anlegen dürfen.

Darüber hinaus soll die Betreibergesellschaft gematik künftig Experten von internationalen Standardisierungs- und Normungsorganisationen benennen. Auf diese Weise „sollen die maßgeblichen internationalen Standards sowohl in die Arbeit der gematik als auch in die Festlegungen für die sonstigen informationstechnischen Systeme im Gesundheitswesen eingebracht werden“, heißt es in einem Änderungsantrag. © fos/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.02.17
Schmerztherapie: TK fordert, Wirksamkeit digitaler Angebote zu prüfen
Berlin – Eingebettet in ein medizinisches Versorgungskonzept können digitale Angebote die ärztliche Therapie bei Schmerzpatienten aber auch anderen chronischen Krankheiten unterstützen. Ob......
22.02.17
Berlin – Im Streit um die Frage, ob die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) selbst Praxisverwaltungssoftware oder Module herstellen darf, hat der Hersteller mediatixx sich an drei Ministerien......
21.02.17
Lübeck – Die Universität zu Lübeck und das US-amerikanische Internettechnologieunternehmen Cisco haben den gemeinsamen Aufbau des „Centers for Open Innovation in Connected Health“ vereinbart. Vor dem......
20.02.17
Würzburg – Die Unikliniken in Würzburg und Regensburg kooperieren künftig in der Erforschung, Diagnose und Therapie seltener Erkrankungen. Geplant seien insbesondere gemeinsame Videokonferenzen, in......
15.02.17
Dresden – Die Nachsorge von Schlaganfallpatienten in Ostsachsen mit Hilfe von Telemedizin wird ausgeweitet. Wie das sächsische Gesundheitsministerium heute mitteilte, wird das Projekt „Integration der......
15.02.17
Hamburg – Krebspatienten sollen in allen sieben Hamburger Asklepios-Kliniken künftig von einem virtuellen Tumorzentrum betreut werden. Zu dem Zentrum gehören mehr als 200 Chef- und Oberärzte der......
14.02.17
Hörtest-App: Verbesserter Klang über Kopfhörer soll Hörschäden vorbeugen
Berlin – Mit der Mimi-Hörtest-App können Nutzer ihr Hörvermögen auf dem Smartphone über Kopfhörer testen. Anschließend ermöglicht eine zweite App (Mimi Music), die schlecht vernommenen Frequenzen in......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige