Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kammer Baden-Württemberg fordert Verbesserungen bei der Flüchtlings­versorgung

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Stuttgart – Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen zu verbessern, fordert die Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg. Die Delegiertenversammlung forderte das Land und die Kommunen dazu auf, „so bald wie möglich“ die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um für Asylbewerber die elektronische Gesundheitskarte einzuführen. Wichtig seien außerdem landesweit einheitliche Standards für die ärztliche Untersuchung von Flüchtlingen bei der Aufnahme in Gemeinschaftseinrichtungen. Diese Standards dienten dazu, ansteckende Erkrankungen auszuschließen und gegebenenfalls einen medizi­nischen Versorgungsbedarf festzustellen.

Die Delegierten forderten einen medizinischen Behandlungsraum mit festen Sprech­zeiten und festen Sprechstundenvergütungen in jeder größeren Gemeinschafts-Unterkunft. Sie wiesen darauf hin, dass die ärztliche Schweigepflicht und der Schutz von Gesundheitsdaten auch für Flüchtlinge gelten müssen. Ärzte sollten Untersuchungs­befunde daher nur dann an Behörden oder Einrichtungsbetreiber weitergeben, wenn dafür konkrete gesetzliche Vorgaben bestehen.

Außerdem forderten die Kammerdelegierte die Landesregierung und die Kommunen auf, den öffentlichen Gesundheitsdienst zu stärken und dazu in einem ersten Schritt die Bezüge der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst auf das Niveau der Bezüge im Krankenhaus anzuheben. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

07.09.17
Ärzte ohne Grenzen prangert Lage in libyschen Flüchtlingslagern an
Rom/Brüssel – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat den EU-Staats- und Regierungschefs eine Mitschuld am Schicksal unzähliger Flüchtlinge in Gefangenenlagern in Libyen vorgeworfen. „Die Lager......
04.09.17
Hilfsorganisation Moas beendet Einsatz im Mittelmeer
Rom – Die Hilfsorganisation Moas beendet ihren Einsatz im Mittelmeer zur Rettung von Migranten. Die maltesische Organisation kündigte heute an, stattdessen der verfolgten muslimischen Minderheit......
01.09.17
Wie die Pflegeberatung Familien mit Migrations­hintergrund erreichen kann
Frankfurt am Main – Zugewanderte Menschen in Deutschland nutzen die Angebote der Pflegeberatung nur wenig. Diese bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale,......
30.08.17
Derzeit keine Todesopfer auf Mittelmeer-Route
Genf – Auf der Route von Migranten über das Mittelmeer sind fast drei Wochen ohne Meldung von Todesopfern vergangen. Das berichtete die Organisation für Migration (IOM) gestern in Genf. In diesem Jahr......
29.08.17
Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes sehr gefragt
Berlin – Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Suchdienst des Deutsche Roten Kreuzes (DRK) ein Rettungsanker, um Familienangehörige wiederzufinden. Noch immer ist der Dienst gefragt. Heute hilft er......
25.08.17
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge sieht weiter viel Bedarf
Hannover – Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen sieht weiter einen erheblichen Bedarf für die Versorgung Betroffener. Das hat Vorstandsmitglied Birgit Behrensen heute bei einer......
14.08.17
Hilfsorganisationen setzen Rettungen im Mittelmeer aus
Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wirft der libyschen Regierung eine Bedrohung ihrer Seenotretter im Mittelmeer vor. „Nicht wir handeln illegal, sondern die libysche Regierung, wenn......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige