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Hochschulen

Zentrum für individualisierte Infektionsmedizin in Hannover gegründet

Dienstag, 8. Dezember 2015

Hannover – Ein Zentrum für individualisierte Infektionsmedizin (Centre for Individualised Infection Medicine, CIIM) haben das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gegründet. Es soll angepasste Behandlungen für einzelne Patienten entwickeln und so bessere Behandlungserfolge erzielen. Wichtigste Grundlage ist dabei die molekulare Analyse von Patientenmaterial.

„Auch bei Infektionskrankheiten werden individualisierte Therapien bereits erfolgreich eingesetzt. Doch die Konzepte der individualisierten Medizin bergen gerade bei der Diagnostik und Behandlung von Infektionen noch zahlreiche ungenutzte Potenziale“, sagt Dirk Heinz, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI.

Aufgrund der hohen Diversität sowohl auf Seiten der Patienten als auch der Erreger seien die Verläufe von Infektionskrankheiten und deren Therapie sehr vielfältig. Deshalb komme am CIIM bei der Entwicklung personalisierter Behandlungsansätze der Forschung eine zentrale Rolle zu. „Wissenschaftler des HZI ebenso wie Forscher und Kliniker der MHH sollen hier zusammengeführt und vernetzt werden“, erklärt der MHH-Präsident Christopher Baum. Forschungsschwerpunkte des CIIM sind unter anderem chronische Infektionen, Infektionen von immungeschwächten Patienten, Magen-Darm-Infektionen und Lungenerkrankungen.

Auf ein eigenes Forschungsgebäude muss das CIIM noch warten, bislang nutzt es Ressourcen von HZI und MHH. Zukünftig aber sollen in eigenen Räumen nationale wie internationale Forschergruppen und medizinische Netzwerke ihre Kompetenzen bündeln und nicht zuletzt den Ärztenachwuchs ausbilden. „Mit diesem Zentrum soll ein einzigartiger Kristallisationspunkt für die Translationsmedizin in der Infektiologie am Standort Hannover-Braunschweig mit überregionaler Strahlkraft entstehen“, so der Leiter des CIIM, Michael Manns, klinischer Direktor des HZI. © hil/aerzteblatt.de

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