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Politik

Gröhe hebt Bedeutung der Selektivverträge hervor

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Stuttgart – Die Bedeutung von Selektivverträgen für die die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems in Deutschland hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters Hermann Gröhe (CDU) hervorgehoben. „Selektivverträge können die Versorgung der Patienten verbessern. Denn sie bauen Brücken zwischen den Versorgungsbereichen und Fachrichtungen und fördern die Zusammenarbeit, zum Beispiel von Haus- und Fachärzten, im Sinne der Patienten“, sagte der Minister bei einem Treffen mit Vertretern von AOK, Hausärzteverband und Medi-Verbund in Baden-Württemberg.

Im Augenblick nehmen rund 1,4 Millionen Versicherte sowie fast 4.000 Haus- und Kinderärzte am AOK-Hausarztvertrag teil. An den Facharztverträgen, bei denen neben der AOK auch die Bosch Betriebskrankenkasse (BKK) beteiligt ist, sind rund 1.500 Fachärzte und über eine halbe Million Versicherte Teilnehmer.

„Gerade chronisch kranke Menschen profitierten nachweislich von der strukturierteren Versorgung – etwa durch Reduzierung vermeidbarer Krankenhauseinweisungen und rationalere Arzneimitteltherapie“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann.

Als „wichtigste Errungenschaft der letzten Jahrzehnte“ bezeichnete der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, Berthold Dietsche, die Hausarztverträge. „Sie bringen mit der einfachen Vergütungsordnung endlich eine planbare, angemessene und feste Bezahlung, so dass wir uns voll auf die Belange unserer Patienten konzentrieren können“, betonte er.

Facharztvertrag Urologie soll kommen
AOK, Hausarztverband und Medi-Verbund kündigten im Gespräch mit Gröhe an, 2016 einen Facharztvertrag Urologie zu starten. „Termine innerhalb von 14 Tagen oder schneller, mehr Zeit für Patientengespräche und die Förderung innovativer Behandlungsmethoden sind handfeste Vorteile, die sich daraus ergeben“, erläuterte Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg und Medi Geno Deutschland.

Die AOK Baden-Württemberg und die Bosch BKK haben mit dem Medi-Verbund die Facharztverträge Kardiologie, Gastroenterologie, Orthopädie sowie einen Vertrag Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (PNP) abgeschlossen. Grundlage ist der Paragraph 73c des fünften Sozialgesetzbuches. © hil/aerzteblatt.de

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