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Politik

100 Millionen Euro für Gesundheitsforschung

Mittwoch, 9. Dezember 2015

dpa

Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt bis zum Jahr 2021 rund 100 Millionen Euro zur Erforschung der Gesundheit in verschiedenen Lebensphasen des Menschen zur Verfügung. Für die Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ können sich Forscherteams aus den Bereichen Kinder- und Jugend­gesundheit, Arbeitswelt, Frauen- und Männergesundheit sowie zur Gesundheit im Alter für die Forschungsmittel bewerben.

Für Bun­des­for­schungs­minis­terin Johanna Wanka (CDU) ist dabei wichtig, dass die Besonderheiten der einzelnen Lebensphasen des Menschen im Mittelpunkt stehen. „Kinder und Jugendliche müssen mit anderen Medikamenten behandelt werden, als Erwachsene. Bei Frauen äußern sich  Erkrankungen oft durch andere Symptome als bei Männern. Die Forschung muss die Besonderheiten noch intensiver untersuchen. So können passende Ansätze zur Gesund­heits­förder­ung, Prävention und Versorgung entwickelt werden“, erklärte Wanka bei der Vorstellung der Initiative in Berlin.

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Die ersten zwei Bereiche – Kindergesundheit und Gesundheit von alten Menschen – laufen bereits jetzt an, Forschungsteams mit Schwerpunkten im Bereich Gendermedizin sowie Gesundheit am Arbeitsplätz können im Laufe des ersten Quartales 2016 sich für entsprechende Forschungsmittel bewerben.

Dem Forschungsministerium ist dabei wichtig, dass es Forschungsarbeiten zu den unterschiedlichen „Lebensspannen“ und dem „Wandel der Lebensphasen“ gibt, erklärte Tobias Kurth, Professor für Epidemiologie, Vorsitzender des Begleitkreises dieser Förderinitiative. Kurth wird im kommenden Jahr an der Charité einen Lehrstuhl für Public Health übernehmen.

„Der Fokus bei diesem Programm liegt auf gesund bleiben statt krank sein.“ Er hofft darauf, dass sich vor allem viele interdisziplinäre Teams für Forschungsgelder bewerben. Dabei sei auch wichtig, dass mehr auf dem Bereich der Translation geforscht werde. Auch solle aus Sicht von Kurth die Kommunikation zwischen medizinischen Fachgesellschaften verbessert werden.

© bee/aerzteblatt.de

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