Ausland

Weitere Städte in China rufen wegen Smogs Alarmstufe Rot aus

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Peking – Nach Peking haben weitere chinesische Städte wegen des anhaltenden Smogs erstmals die höchste Alarmstufe ausgerufen. Wie die staatliche englischsprachige Zeitung China Daily am Mittwoch berichtete, folgten die Städte Dingzhou und Xinji in der benachbarten Provinz Hebei am Mittwoch dem Beispiel Pekings und gaben ebenfalls erstmals Alarmstufe Rot aus.

Bereits am Dienstag hatten demnach 27 Städte in den nördlichen Teilen des Landes ihre öffentlichen Warnungen verschärft. Insgesamt 300 Millionen Menschen sind laut der Zeitung betroffen, in einigen Gebieten dürfte der Smog bis Samstag andauern.

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Die Behörden der chinesischen Hauptstadt hatten erstmals am Montag Höchstalarm ausgerufen. Die Hälfte der Privatfahrzeuge erhielt Fahrverbot, Fabriken wurden geschlossen, Bauarbeiten eingestellt, viele Schulen verzichteten auf Unterricht. Am Mittwoch lag die Belastung der Luft mit besonders gesundheitsgefährdetem Feinstaub nach Angaben der US-Botschaft immer noch bei über 250 Mikrogramm pro Kubikmeter und damit beim Zehnfachen des von der WHO empfohlenen Grenzwerts.

Immer mehr Einwohner Pekings suchen unterdessen wegen Atembeschwerden die Krankenhäuser auf. Einige klagen, dass sich ihr Asthma wegen des Smogs verschlimmert hat, andere Kranke fühlen sich noch kränker und schwächer als vorher.

Experten sorgen sich jedoch noch mehr über die Langzeitfolgen der Luftbelastung. Seit Jahren steige die Zahl seiner Patienten, sagte der Leiter der Abteilung für Atemwegs­erkrankungen im Wangfu-Hospital, Gao Yongda. Frühestens in fünf Jahren, so fürchtet er, werde ihre Zahl "explodieren". © afp/aerzteblatt.de

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