Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Welche Techniken die Patientenversorgung verbessern können

Mittwoch, 16. Dezember 2015

"Head Up"-Operation am Auge: Der Chirurg führt seine mikrochirurgischen Eingriffe nicht mehr beim Blick durch die Okulare, sondern mit Hilfe eines 3-D Bildschirms dpa

Berlin – Ingenieure sehen bei modernen OP-Verfahren, in der konsequenten Digitali­sierung der Patientenversorgung und bei High-Tech-Implantaten die größten Inno­vationspotentiale für die Patientenversorgung in Deutschland. Das zeigt der neue „Expertenbericht Biomedizinische Technik“ der Deutschen Gesellschaft für biomedi­zinische Technik im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik  (VDE). In dem Kompendium geben 58 Autoren einen Einblick in aktuelle Forschungsfragen und Herausforderungen der Biomedizintechnik.

„Integrierte Intervention“ lautet danach eine Strategie für präzisere und schonendere OPs. Dahinter verbirgt sich der Ansatz, Patienteninformationen, Diagnostik und Assistenztechnologien bei Operationen miteinander zu verknüpfen. Bei dieser integrierten Intervention können Eingriffe mittels dreidimensionaler Patientenmodelle präzise geplant und begleitet werden.

Intraoperative, bildgebende Diagnoseverfahren navigieren den Chirurg durch den Eingriff, insbesondere bei anspruchsvollen anatomischen Verhältnissen. Die Verwen­dung (teil)autonomer Assistenzsysteme oder minimal-invasiver OP-Techniken erlaubt schonende und damit nebenwirkungsarme Eingriffe.

„Allerdings gibt es noch erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbedarf, beispielsweise bei der exakten intraoperativen Differenzierung von pathologischem Gewebe“, hieß es aus dem Verband. Auch die flexible und sichere Vernetzung verschiedener Medizingeräte in OP und Intensivmedizin stehe erst am Anfang.

Die Autoren des Berichtes fordern, neue Technologien schneller für die Patienten nutzbar zu machen. „Forschung und Entwicklung, die mit einem hohen Risiko einhergehen, benötigen adäquate Förderung. Neue Medizintechnologien brauchen zudem realistische Zugangswege zu Markt, Erstattung und damit zum Patienten“, forderte Cord Schlötelburg, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE, heute in Berlin. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17.05.17
Ovar aus dem 3D-Drucker erhält Fertilität von Mäusen
Chicago – US-Forscher haben mit einem 3D-Drucker ein künstliches Ovar aus Gelatinefäden hergestellt, das nach der Besiedelung mitFollikeln und einer Implantation bei Mäusen die Hormonfunktion des......
15.05.17
Hamburg – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Anschaffung von fünf Kryo-Elektronenmikroskopen für das Centre for Structural Systems Biology (CSSB) in Hamburg mit 15,6 Millionen Euro......
10.05.17
Zeiss Meditec sucht Expansions­möglichkeiten
Jena – Laser und künstliche Linsen zur Behandlung von Sehfehlern haben dem Jenaer Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec im ersten Geschäftshalbjahr weiteres Wachstum beschert. Der Umsatz stieg,......
25.04.17
Künstliche Intelligenz unterstützt Ärzte bei  Auswertung von Röntgenbildern
Philadelphia – Computer könnten Radiologen in Zukunft bei der Auswertung von Röntgenbildern unterstützen. Ein künstliches neuronales Netzwerk, eine Variante des maschinellen Lernens, hat in einer......
13.04.17
New York – Apple arbeitet einem Medienbericht zufolge seit mehreren Jahren an einer neuen Technik zur Blutzuckermessung für Diabetespatienten. Wie der Sender CNBC heute unter Berufung auf drei nicht......
07.04.17
Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat in einem Zehn-Punkte-Plan zur Bundestagswahl eine neue Innovationskultur, die sich stärker an den Patientenbedürfnissen orientiert, gefordert.......
06.04.17
Tuttlingen – Unter anderem der Preisdruck im Gesundheitswesen macht dem Medizingerätehersteller Aesculap weiter zu schaffen. Dieser sei vor allem bei Implantaten und Stents spürbar, sagte......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige