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Ärzteschaft

Marburger Bund fordert Mindest-Vertrags­laufzeiten für Forschernachwuchs

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Berlin – Verbesserungen am sogenannten Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) fordert der Marburger Bund (MB). Die Ärzte-Gewerkschaft kritisiert vor allem die oft kurzen Laufzeiten der Verträge für forschende Ärzte an Unikliniken. Sie fordert daher unter anderem feste Mindeststandards von wenigstens zwei Jahren bei den Vertragslaufzeiten während der Qualifizierungsphase.

Morgen berät der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines ersten Gesetzes zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Danach ist die Befristungsdauer so festzulegen, dass sie der angestrebten Qualifizierung „angemessen“ ist.

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Diese Formulierung ist laut dem MB zu vage. Sie mache deutlich, dass der Gesetzgeber sich hier wegen der Vielfalt der Qualifizierungsmöglichkeiten und -wege nicht festlegen möchte. „Es ist jedoch aus unserer Sicht nicht akzeptabel, dass es die Gerichte sein werden, die im Einzelfall entscheiden, was unter dem im Hinblick auf die Qualifizierung ‚sinnvollen Zeitraum‘ zu verstehen ist“, moniert der MB in seiner Stellungnahme. Würden sie nicht angerufen, was gerade im ärztlichen Bereich die Regel sei, werde es wohl nach wie vor der Arbeitgeber sein, der die Bedingungen setze, so der MB.

Nachwuchswissenschaftler im ärztlichen Bereich möchten planbare, verlässliche und transparente Karrierewege, auf die sie auch ihr privates Leben abstimmen können“, betont die Ärztegewerkschaft. „Trotz positiver Ansätze bleibt der Gesetzentwurf hinter den Erwartungen der angestellten Ärzte zurück“, so das Fazit des MB. © hil/aerzteblatt.de

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