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Medizin

Studie: Pharmaindustrie bei medizinischer Forschung immer wichtiger

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Miami – US-Pharmaunternehmen haben im vergangenen Jahrzehnt eine immer stärkere Rolle bei der Finanzierung von medizinischen Studien übernommen. Die Zahl der von der Pharmaindustrie bezahlten Forschungsprojekte stieg um 43 Prozent, wie aus einer am Dienstag in der Fachzeitschrift JAMA (2015;314(23):2566-2567) veröffentlichten Untersuchung hervorgeht.

Die Zahl der von der US-Regierung finanzierten Studien sei dagegen um 27 Prozent zurückgegangen. Die Autoren des Artikels gehen davon aus, dass die schwierige öffentliche Haushaltslage ein Grund für die Verlagerung ist. Das Budget der National Institutes of Health (NIH), der wichtigsten staatlichen Geldquelle für die medizinische Forschung, liege mit aktuell 30,4 Milliarden Dollar (27,8 Milliarden Euro) unter Berücksichtigung der Inflation 14 Prozent niedriger als vor zehn Jahren.

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Stephan Ehrhardt von der Johns Hopkins University, einer der Autoren, warnte vor einer fehlenden Unabhängigkeit der Forschung von Pharmaunternehmen. Die verfügbaren wissenschaftlichen Daten seien zunehmend von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst. "Wir brauchen eine Diskussion, wie wir unsere Budgets für medizinische Forschung am besten verteilen", sagte Ehrhardt. © rme/aerzteblatt.de

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