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Ärzteschaft

Kammer Berlin begrüßt Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Montag, 21. Dezember 2015

Berlin – Die Ärztekammer Berlin begrüßt, dass die Stadt zum Jahreswechsel die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Asylsuchende einführt. „Die Abkehr vom grünen Behandlungsschein, der alle drei Monate erneuert werden musste, und die Einführung der eGK sind der richtige Weg hin zu einer angemessenen Regelversorgung für Flüchtlinge“, sagte der Präsident der Kammer, Günther Jonitz.

Für die behandelnden Ärzte bedeute sie unter anderem weniger Bürokratie bei der Versorgung, weil das Ausstellen von Überweisungen entfalle. „Die Zeit für Provisorien muss angesichts der Tausenden von Schutz suchenden Menschen langsam vorbei sein“, betonte Jonitz und forderte, die Karten zügig zu verteilen.

Zunächst werden in Berlin von Januar an die neu ankommenden Flüchtlinge die Karte erhalten. Schrittweise sollen dann alle Asylsuchenden eine bekommen. Berlin ist nach Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen das vierte Bundesland, das die eGK einführt.

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Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hatte in den vergangenen Wochen gemahnt, die eGK für Flüchtlinge bundesweit einzuführen. Der BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery forderte außerdem, die Einschränkungen des Asylbewerber-Leistungsgesetzes abzuschaffen. „Wer auf deutschem Boden lebt und von deutschen Ärzten behandelt wird, soll nach den gleichen Bedingungen behandelt werden“, so der Ärztepräsident.

© hil/aerzteblatt.de

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