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Virusinfektionen: Neues Verbundprojekt der Forschungs­gemeinschaft

Dienstag, 29. Dezember 2015

Tübingen/Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an sechs Standpunkten in Deutschland eine gemeinsame Forschergruppe zur Erforschung der Rolle von komplexen Zuckerstrukturen bei Virusinfektionen ein. Ziel ist, Interaktionen zwischen den sogenannten Glykanen und ausgewählten Viren wie Noroviren, Papillomaviren und Polyomaviren besser zu verstehen. Sprecher der Forschergruppe „VIROCARB: Glycans Controlling Non-Enveloped Virus Infections“ ist Thilo Stehle vom interfakultären Institut für Biochemie (IFIB) der Universität Tübingen.

Virusinfektionen beginnen durch Kontakt des Virus mit einem Rezeptormolekül auf der Oberfläche einer Zielzelle. Oft kommen hierbei Glykane zum Einsatz: Diese hoch­komplexen und wenig verstandenen Zuckerstrukturen ermöglichen zum Beispiel die Kommunikation zwischen Zellen und die Vermittlung von Signalen bei der Immun­antwort. Die spezifische Erkennung der Glykane legt insbesondere fest, wie ein bestimmtes Virus in die Zelle eintritt und oft auch, wie stark die Krankheit ausbricht.

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Neben der strukturellen Beschreibung der Glykanstrukturen will die interdisziplinäre Forschergruppe die Mechanismen der Interaktion aufklären. Beteiligt sind verschie­denste Fachbereiche wie die Virologie, Zellbiologie, Strukturbiologie und Synthese­chemie. Eine Herausforderung für die Forschergruppe ist die Verteilung der Projekte auf eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Standorten. Um das gemeinsame Forschungsziel zu erreichen, sind daher gezielte Maßnahmen geplant, wie der Austausch von Dokto­randen zwischen den Arbeitsgruppen und virtuelle Besprechungen.

An der neuen Forschergruppe sind neben Wissenschaftlern aus Tübingen auch Forscher der Universitäten Düsseldorf, Heidelberg, Lübeck und Münster sowie des Heinrich-Pette Instituts Hamburg beteiligt. © hil/aerzteblatt.de

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