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Medizin

Asthma und Neurodermitis erhöhen Risiko auf Gürtelrose

Dienstag, 29. Dezember 2015

Rochester – Menschen mit chronischem Asthma oder Neurodermitis erkranken im Alter häufiger an einer Gürtelrose. Dies kam in einer Fall-Kontroll-Studie im Journal of Allergy and Clinical Immunology (2015; doi: 10.1016/j.jaci.2015.10.032) heraus.

Asthmaerkrankung und Neurodermitis (atopische Dermatitis) gehen mit einer Störung der angeborenen Immunabwehr einher, die im Alter die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus begünstigt, die der Auslöser der Herpes zoster ist. So etwa erklärt sich der Epidemiologe Young Juhn vom Mayo Clinic Children’s Research Center in Rochester die Ergebnisse seiner Studie, die 371 Zoster-Patienten der doppelten Menge von gesunden Menschen gleichen Alters und Geschlechts gegenüberstellte.

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Von den 371 Zoster-Patienten litten 87 (23 Prozent) unter Asthma. In der Kontrollgruppe waren dies mit 114 von 742 Personen nur 15 Prozent. Yung ermittelte eine adjustierte Odds Ratio von 1,70, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall statistisch signifikant war. Da Asthma eine häufige Erkrankung ist, könnte laut Yung jede zehnte Gürtelrose auf den Risikofaktor Asthma zurückzuführen sein. 

Die Forscher fanden weiter heraus, dass auch eine Neurodermitis die Entwicklung einer Gürtelrose begünstigt: 45 von 371 Patienten (12 Prozent) mit Herpes zoster hatten eine Neurodermitis angegeben gegenüber 58 von 742 Personen (8 Prozent) aus der Kontrollgruppe. © rme/aerzteblatt.de

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