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Ausland

WHO erklärt Guinea offiziell für frei von Ebola

Dienstag, 29. Dezember 2015

Conakry – Zwei Jahre nach dem Ebola-Ausbruch im westafrikanischen Guinea hat die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) das Land offiziell für Ebola-frei erklärt. „Die WHO erklärt das Ende der Übertragung des Ebola-Virus' in der Republik Guinea", teilte die UN-Organisation am Dienstag mit. Die letzte bekannte Ebola-Patientin war ein neugeborenes Baby, das mit dem Virus zur Welt kam. Es war am 16. November für geheilt erklärt worden. Anschließend begann ein Countdown von 42 Tagen – doppelt so viel wie die Inkubationszeit. Dieser Zeitraum wird benötigt, um ein Land für virusfrei zu erklären.

Durch die jüngste Ebola-Epidemie wurden laut WHO bei insgesamt 29.000 registrierten Fällen in den betroffenen Ländern rund 11.300 Menschen getötet. Viele Experten gehen allerdings von höheren Opferzahlen aus. Guinea war das Land, in welchem das Ebola-Virus im Dezember 2013 zuerst aufgetreten war. Die Epidemie breitete sich anschließend auf die Nachbarländer Sierra Leone und Liberia aus, einzelne Fälle gab es auch in Mali, Nigeria und dem Senegal. Es war die tödlichste Ebola-Epidemie seit Entdeckung der Krankheit im Jahr 1976.

Am Mittwoch soll in Guineas Hauptstadt Conakry eine offizielle Feier zum Ende der Epidemie stattfinden, zu der neben Staatschef Alpha Condé und Vertretern von Hilfsorganisationen und unterstützenden Ländern auch afrikanische Musikgrößen erwartet werden.

Trotz der Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität in Guinea mahnen Experten zur Vorsicht, da festgestellt wurde, dass das Virus in Körperflüssigkeiten der Überlebenden weit länger überleben kann als ursprünglich vermutet. Auch Liberia war im Mai und später nochmals im September für Ebola-frei erklärt worden, beide Male trat das Virus jedoch erneut auf. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mahnte zu Wachsamkeit.

Auf mögliche neue Fälle in der Region müsse rasch reagiert werden, erklärte die Organisation am Dienstag. © afp/aerzteblatt.de

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