Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Laumann: Hilfsmittel für Patienten auf technischen Standard bringen

Sonntag, 3. Januar 2016

Berlin – Der Patienten-Beauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat die Krankenkassen aufgefordert, ihr Angebot an Hilfsmitteln dem heutigen technischen Stand anzupassen. Er behalte sich weiter vor, die Tauglichkeit der angebotenen Hilfsmittel für Patienten wie Rollstühle, Rollatoren oder Windeln zu testen, sagte Laumann.

Hintergrund sind anhaltende Beschwerden von Patientenverbänden, dass die angebotenen Windeln für Menschen mit Blasenschwäche zum Teil unzureichend seien. Die Betroffenen klagten darüber, dass die Windeln nach kurzer Zeit ihre Saugfähigkeit verlören und es immer wieder zu Entzündungen und Pilzinfektionen gekommen sei.

Laumann erläuterte: „Die Krankenkassen haben die Preise bei den einfachen Hilfsmitteln offenbar so gedrückt, dass dafür einfach keine Qualität mehr möglich ist. Wenn ich höre, dass Krankenkassen Patienten für zehn Euro oder weniger mit Inkontinenzhilfen versorgen wollen, dann kann das keine Qualität mehr sein.“ Viele Patienten hätten die Probleme anscheinend durch Zuzahlungen gelöst, damit sie bessere Produkte bekommen.

Laumann will das Thema Hilfsmittel weiter im Auge behalten. Es sei eine Gesetzesänderung zu prüfen, nach der Leistungserbringer, die die Ausschreibungen der Krankenkassen zum Beispiel bei Inkontinenzmitteln gewinnen, im Rahmen ihrer Versorgungsverträge keine Produkte mit Aufzahlung mehr anbieten dürfen. Auch sei zu überlegen, dass künftig jede Kasse veröffentlichen müsse, wie oft und wie viel Versicherte aus eigener Tasche aufzahlen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

12.10.17
KBV und Kassen schließen Rahmenvereinbarung für Arznei- und Heilmittel
Berlin – Das Ausgabenvolumen für Arzneimittel steigt im kommenden Jahr um 3,2 Prozent, das für Heilmittel um 3,9 Prozent. Darauf haben sich GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung......
04.10.17
Mit den Augen steuern
Düsseldorf – 3D-Drucker bieten neue Hilfen, Rollstühle werden mit den Augen gesteuert. Das gehört zu den Highlights, die die Rehacare in Düsseldorf präsentiert. Rund 780 Aussteller aus fast 40......
05.09.17
Mehrmalige Hilfsmittel-Zu­zahlungen für Bundesregierung zulässig
Berlin – Mehrmalige Zuzahlungen für nicht zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sind nach Angaben der Bundesregierung zulässig. Zum Leistungsanspruch der Versicherten zähle nicht nur das Produkt,......
18.08.17
Open-House-Verträge in Hilfsmittel­versorgung laut Bundes­versicherungsamt unzulässig
Bonn – Open-House-Verträge sind in der Hilfsmittelversorgung aus Sicht des Bundesversicherungsamts (BVA) unzulässig. Diese Rechtsauffassung hat die Behörde den bundesunmittelbaren Krankenkassen in......
14.08.17
Kritik an Rahmenem­pfehlungen für Hilfsmittel­versorgung
Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat die vom GKV-Spitzenverband vorgelegten Rahmenempfehlungen zum Vertragscontrolling in der Hilfsmittelversorgung als „zu unkonkret und......
19.05.17
Kassen übernehmen mehr Kosten für Sehhilfen
Berlin – Ab sofort können Augenärzte kurz- und weitsichtigen Patienten sowie Erwachsenen mit einer Hornhautverkrümmung ab einem bestimmten Dioptrienwert eine Sehhilfe verschreiben. Eine entsprechende......
12.05.17
Neue Infokarte informiert über Verbandmittel
Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, informiert mit einer neuen Infokarte über die Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Verbandmitteln. Die Infokarte berücksichtigt dabei die......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige