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Berliner Kinder überwiegend gesund

Dienstag, 5. Januar 2016

Berlin – Die Berliner Kinder sind vor ihrer Einschulung überwiegend in guter gesund­heitlicher Verfassung. Das geht aus den Daten der Einschulungsuntersuchungen des Jahres 2014 hervor. Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales hat sie ausgewertet und jetzt vorgelegt.

Seit 2005 erfolgen die Einschulungsuntersuchungen in Berlin mit weitgehend gleich bleibender Methodik. Die jährlich aktualisierte Auswertung ermöglicht ein Monitoring der gesundheitlichen und sozialen Lage der Berliner Kinder im Einschulungsalter.

Die Zahl der vor ihrer Einschulung untersuchten Kinder hat sich in den letzten Jahren durch Geburtenanstieg und Zuzug kontinuierlich erhöht. 2014 wurden insgesamt 16.446 Jungen und 15.015 Mädchen erstmals untersucht.

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Grundsätzlich hat sich das familiäre Gesundheits- und Risikoverhalten gegenüber dem Jahr 2005 verbessert. Zum Beispiel nehmen mehr Eltern mit ihren Kindern an den Kinder-Früherkennungsuntersuchungen teil. Die Senatsverwaltung führt dies auf das verbindliche Einladewesen zu den Früherkennungsuntersuchungen zurück, das Berlin 2010 eingeführt hat. 2014 nahmen 85,4 Prozent der untersuchten Kinder an den Früherkennungsuntersuchungen teil.

Der Anteil der Nichtraucherhaushalte ist weiter angestiegen von der guten Hälfte (52,7 Prozent) im Jahr 2005 auf fast zwei Drittel (65,9 Prozent) im Jahr 2014. Nur noch in jedem elften Haushalt (9,2 Prozent) raucht mehr als eine Person. Auch der Anteil der Kinder mit einem hohen Fernsehkonsum von über zwei Stunden täglich geht zurück. Der Anteil der Kinder, die über einen eigenen Fernseher verfügen, hat sich seit 2005 (18,2 Prozent) nahezu halbiert (2014: 9,6 Prozent).

Bei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln belegen die Untersuchungen einen Anstieg, insbesondere bei der zweiten Impfung. 91 Prozent der untersuchten Kinder hatten beide Impfungen. Trotz dieses Anstiegs wird das Impfziel der Welt­gesund­heits­organi­sation weiterhin nicht erreicht. Danach sollten 95 Prozent aller Kinder mit zwei Impfdosen gegen Masern geimpft sein.

Die Untersuchungen belegen auch, dass Kinder in schwieriger sozialer Lage auch gesundheitlich benachteiligt sind: Zum Beispiel sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien viermal so häufig übergewichtig wie Kinder aus sozial besser gestellten Familien. Auch in den Tests zur motorischen, kognitiven und sprachlichen Entwicklung zeigten Kinder aus Familien in ungünstiger sozialer Lage weit häufiger Auffälligkeiten. 

© hil/aerzteblatt.de

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