Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Republikaner stimmen symbolisch gegen Obamas Gesundheitsreform

Donnerstag, 7. Januar 2016

Washington – In einem symbolischen Akt hat das von den Republikanern dominierte US-Repräsentantenhaus ein Gesetz zum Stopp der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama verabschiedet. Das Weiße Haus reagierte gelassen auf die am Mittwoch gefallene Entscheidung gegen Obamacare. Es hatte wiederholt deutlich gemacht, dass Obama das Gesetz mit seinem Veto verhindern werde.

Die Entscheidung fiel mit 240 zu 181 Stimmen. Mit einer Ausnahme stimmten alle Demokraten gegen das Gesetz, das den Senat bereits im Dezember passierte.  Für die Republikaner hat das jetzt verabschiedete Gesetz vor allem symbolische Bedeutung. Sie demonstrieren damit im Präsidentschaftswahlkampf ihrer Basis, dass sie nach wie vor Widerstand gegen Obamas Reform zur Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung leisten.

Der seit zwei Monaten amtierende republikanische Vorsitzende des Repräsentanten­hauses, Paul Ryan, erklärte, es sei „erstmals seit fünf Jahren“ gelungen, dem Präsidenten ein Gesetz auf den Schreibtisch zu legen, mit dem Obamacare die Finanzierung entzogen werde.

Die Demokraten verwiesen darauf, dass das Votum der Republikaner deren 62. Versuch sei, die 2010 mit knapper Mehrheit der Demokraten im US-Kongress verabschiedete Gesundheitsreform zu Fall zu bringen.

Obama wird das Weiße Haus Anfang 2017 verlassen, er darf bei der Wahl im November nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Mehrere republikanische Präsidentschafts­bewerber haben erklärt, Obamacare im Fall ihres Wahlsiegs zurückzunehmen. Die frühere First Lady und ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die als Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gilt, unterstützt dagegen die Gesundheitsreform. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

23.05.17
US-Regierung plant Kürzungen bei Sozialleistungen
Washington – Die Regierung von US-Präsident Donald Trump peilt binnen zehn Jahren einen ausgeglichenen Haushalt an und will dies vor allem mit Kürzungen bei den Sozialleistungen erreichen. Wie aus dem......
22.05.17
Washington – US-Präsident Donald Trump plant Medienberichten zufolge drastische Einschnitte bei der Krankenversicherung für Arme. Der Haushaltsentwurf der US-Regierung sehe Einsparungen beim......
17.05.17
Sind Patienten bei jüngeren Ärzten in besseren Händen?
Boston – Trotz langjähriger Erfahrung sind ältere Ärzte ihren jungen Kollegen gegenüber nicht automatisch im Vorteil. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: In den USA überleben Patienten im......
15.05.17
Wohngegend beeinflusst den Blutdruck
Chicago – Der Umzug aus einem rein von Afroamerikanern bewohnten Stadtteil in eine durchmischte Wohngehend war in einer Studie in JAMA Internal Medicine (2017; doi: 10.1001/jamainternmed.2017.1226)......
09.05.17
USA: Steigende Unterschiede in der Lebenserwartung
Seattle – Die durchschnittliche Lebenserwartung der US-Amerikaner ist seit Anfang der 1980er-Jahre um mehr als fünf Jahre gestiegen. Doch nicht überall leben die Menschen länger. In 13......
04.05.17
Gesundheitsreform: Trump feiert Teilsieg bei „Obamacare“
Washington – Nach wochenlangem Ringen haben US-Präsident Donald Trump und die Republikaner einen Etappensieg bei der Abschaffung von „Obamacare“ errungen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte für einen......
03.05.17
Afroamerikaner sterben im Schnitt vier Jahre früher als weiße US-Bürger
Miami – Zwar ist bei Afroamerikanern die Todesrate seit 1999 um 25 Prozent rückläufig. Im Vergleich zu ihren weißen Mitbürgern haben sie dennoch weiterhin deutliche Nachteile. Ihre Lebenserwartung ist......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige