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Große regionale Unterschiede bei der HPV-Impfung

Montag, 11. Januar 2016

dpa

Berlin – In Deutschland sind weniger als die Hälfte der Mädchen gegen humane Papilllomviren (HPV) geimpft. Eine entsprechende Studie hat das Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) im sogenannten Versorgungsatlas publiziert. Auffallend sind laut den Autoren insbesondere die großen regionalen Unterschiede bei der Impfungsrate.

HPV spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Zervixkarzinomen, aber auch von gutartigen Feigwarzen an den Genitalorganen. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viren. Die Impfung schützt vor HPV 16 und 18. Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt die Impfung seit Mai 2007.

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Für die Studie haben die RKI-Wissenschaftler die Impfquoten aus bundesweiten Abrechnungsdaten der KVen errechnet. Das Team zog eine Stichprobe mit 1,13 Millionen Mädchen, das sind knapp die Hälfte (49 Prozent) der 12-17-jährigen Mädchen des Jahres 2013. Die Forscher werteten die Impfquoten nach Altersgruppe und bis auf Kreisebene aus.

In der Gruppe der 12-jährigen Mädchen hatten danach bundesweit weniger als ein Prozent die drei erforderlichen Immunisierungen erhalten. Bei den 17-Jährigen hatten 40 Prozent die komplette Impfung erhalten. Die Quoten steigen in den Altersgruppen linear an.

Im Ländervergleich sind bei den 12-Jährigen Baden-Württemberg und Bremen die Schlusslichter – nur 0,3 Prozent der Mädchen sind dort jeweils vollständig geimpft. Am höchsten war die Quote in dieser Altersgruppe mit 2,2 Prozent in Sachsen-Anhalt. Bei den 17-Jährigen sind die Quoten in Bremen mit 30 Prozent am geringsten. In Mecklenburg-Vorpommern sind hingegen 59 von 100 Mädchen gegen eine HPV-Infektion geschützt.

Der Versorgungsatlas ist eine Einrichtung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Er bietet öffentlich zugängliche Studien zur medizinischen Versorgung in Deutschland. Schwerpunkt sind regionale Unterschiede in der Versorgung sowie deren unterschiedliche Strukturen und Abläufe.   

© hil/aerzteblatt.de

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