Vermischtes

Senioren nehmen technische Assistenzsysteme gut an

Dienstag, 12. Januar 2016

Dresden – Es gibt viele Möglichkeiten, das Wohnen im Alter mit sogenannter Technikassistenz sicherer und komfortabler zu machen. Im Projekt „MATI: Mensch – Architektur – Technik – Interaktion für demografische Nachhaltigkeit“ haben Forscher der Technischen Universität Dresden und des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung untersucht, welche Lösungen in Deutschland bereits genutzt werden. Dabei haben sie auch geprüft, wie alte Menschen den technisch aufgerüsteten Wohnraum annehmen.

Für die genauere Analyse haben die Forscher Projekte in Berlin, Bremen, Magdeburg und Potsdam ausgewählt. Alle Projekte setzen vor allem auf technische Systeme, die die Sicherheit und Lebensqualität der Bewohner erhöhen. Beispiele sind Gegensprech­anlagen mit Videofunktion, ein Überhitzungsschutz am Herd oder ein 24-Stunden-Hausnotruf. Die Systeme sollen das Leben aber auch komfortabler machen – zum Beispiel durch eine automatische Steuerung des Lichts in Hausfluren – oder Älteren die Kommunikation mit ihrem Umfeld erleichtern – zum Beispiel per Tablet-Computer, der in jeder Wohnung installiert ist.

Anzeige

Eine Befragung der Bewohner in den vier Projekten zeigte: Sie sind deutlich zufriedener mit ihrer Wohnsituation als Ältere in früheren Befragungen. Für fast die Hälfte (42 Prozent) waren neben der guten Ausstattung der Wohnung und dem Wohnumfeld auch die technischen Unterstützungssysteme ein Grund, sich für die neue Wohnung zu entscheiden.

Dabei sagt nur ein Fünftel der Befragten von sich, Technik begeistert zu nutzen. Jeder zehnte Befragte gibt sogar an, Angst vor Technik zu haben. Das stellt laut den Forschern besondere Anforderungen an Planung und Bau von alternsgerechten Wohnungen. Sie empfehlen, künftige Nutzer so früh wie möglich in die Planung einzu­beziehen. Teure Umbauten zu einem späteren Zeitpunkt ließen sich so vermeiden. Entscheidend seien außerdem eine gute Einführung in die Haustechnik und ein dauerhafter und geeigneter Ansprechpartner.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

24.02.17
Berlin – Die Videosprechstunde kann ab April als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgerechnet werden. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband haben sich im......
22.02.17
Schmerztherapie: TK fordert, Wirksamkeit digitaler Angebote zu prüfen
Berlin – Eingebettet in ein medizinisches Versorgungskonzept können digitale Angebote die ärztliche Therapie bei Schmerzpatienten aber auch anderen chronischen Krankheiten unterstützen. Ob......
22.02.17
Berlin – Im Streit um die Frage, ob die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) selbst Praxisverwaltungssoftware oder Module herstellen darf, hat der Hersteller mediatixx sich an drei Ministerien......
21.02.17
Lübeck – Die Universität zu Lübeck und das US-amerikanische Internettechnologieunternehmen Cisco haben den gemeinsamen Aufbau des „Centers for Open Innovation in Connected Health“ vereinbart. Vor dem......
20.02.17
Würzburg – Die Unikliniken in Würzburg und Regensburg kooperieren künftig in der Erforschung, Diagnose und Therapie seltener Erkrankungen. Geplant seien insbesondere gemeinsame Videokonferenzen, in......
15.02.17
Dresden – Die Nachsorge von Schlaganfallpatienten in Ostsachsen mit Hilfe von Telemedizin wird ausgeweitet. Wie das sächsische Gesundheitsministerium heute mitteilte, wird das Projekt „Integration der......
15.02.17
Hamburg – Krebspatienten sollen in allen sieben Hamburger Asklepios-Kliniken künftig von einem virtuellen Tumorzentrum betreut werden. Zu dem Zentrum gehören mehr als 200 Chef- und Oberärzte der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige