NewsÄrzteschaftNeujahrsempfang: Hausärzteverband zieht positive Bilanz der Gesetzgebung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Neujahrsempfang: Hausärzteverband zieht positive Bilanz der Gesetzgebung

Donnerstag, 14. Januar 2016

Ulrich Weigeldt axentis

Berlin – Die Hausärzte sind zufrieden mit den gesetzlichen Neuregelungen, die im vergangenen Jahr mit dem Versorgungsstärkungsgesetz für die Allgemeinmedizin wirksam wurden. „Wir sind auf gutem Weg“, erklärte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausarztverbands, Ulrich Weigeldt, gestern Abend beim Neujahrsempfang seines Verbandes in Berlin. „In unserem Ziel, die Primärversorgung zu sichern, fühlen wir uns von der Politik unterstützt.“

Das Versorgungsstärkungsgesetz sieht unter anderem vor, dass statt bisher 5.000 künftig 7.500 Weiterbildungsstellen in der Allgemeinmedizin gefördert werden. Fünf Prozent der Fördersumme, die anteilig von den Krankenkassen und den Kassen­ärztlichen Vereinigungen gezahlt werden, können für Einrichtungen wie universitäre Kompetenzzentren verwendet werden, die Qualität und Effizienz der allgemeinme­dizinischen Weiterbildung verbessern wollen.

Anzeige

Außerdem sieht das Gesetz vor, dass Weiterzubildende künftig im ambulanten Bereich genauso vergütet werden wie im Krankenhaus. Weigeldt räumte jedoch ein, dass noch nicht alle Möglichkeiten der Förderung ausgeschöpft seien. So setze sich der Hausärzteverband weiterhin für ein Pflichttertial Allgemeinmedizin im Studium ein. Im Rahmen des Masterplans 2020 zur Reform des Medizinstudiums wolle man sich hier noch mit den Studierenden austauschen. Diese lehnen ein Pflichttertial bislang ab.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Annette Widmann-Mauz (CDU), betonte, das Ministerium nehme die Anliegen der Hausärzte sehr ernst. Denn sie seien diejenigen, die den Nachwuchs für das Fach motivieren könnten. Ähnlich wie Weigeldt schätzte sie die Entwicklung in der Allgemeinmedizin optimistisch ein.

„Die Zahl der Lehrstühle wächst, ebenso wie die der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung“, sagte Widmann-Mauz. „Aber es ist noch Luft nach oben.“ Mit Blick auf den Streit zwischen Haus- und Fachärzten um eine angemessene Interessenvertretung in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mahnte die Staatssekretärin eine bessere Kommunikation untereinander an. „Abschottung taugt nichts“, erklärte sie. © HK/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Mai 2019
Berlin – Die Zahl der Allgemeinärzte steigt allmählich an. Dazu haben neben der finanziellen Förderung von Weiterbildungsstellen in Praxen und Krankenhäusern auch bessere Weiterbildungsstrukturen
Die Zahl der Hausärzte steigt allmählich
10. Mai 2019
Erfurt – Die Hausärzte haben auf den negativen Einfluss von Konzepten und Vorgaben aus Politik und Selbstverwaltung auf die Entwicklung ihres Berufsstandes hingewiesen. Konkret kritisierten sie die
Hausärzte wehren sich gegen Generalverdacht
12. April 2019
Stuttgart – Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) will beim geplanten Ausbau der Medizinstudienplätze den Bereich Allgemeinmedizin stärken. „Der Aufwuchs der Studienplätze
Baden-Württemberg will Allgemeinmedizin stärken
25. Februar 2019
Witten – Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) hat eine neue Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde eröffnet. Sie steht Versicherten aller Kassen zur Verfügung.
Neue Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde an der Universität Witten/Herdecke
24. Februar 2019
Berlin – Die große Koalition will gesetzlich Versicherte belohnen, wenn sie bei Gesundheitsproblemen zuerst zum Hausarzt gehen. Bei einer entsprechenden Selbstverpflichtung sollen die Patienten einen
Prämien für Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung geplant
6. Februar 2019
Bad Homburg – Das Saarland erhält ein „Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin“. Darauf hat die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes hingewiesen. Das Kompetenzzentrum soll die
Neues Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin im Saarland
29. Januar 2019
Boston – Hausärzte sind in den USA nicht selbstverständlich. Ein Viertel der Bevölkerung muss sich bei Krankheiten an Spezialisten oder Kliniken wenden. Eine Studie in JAMA Internal Medicine (2019;
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER