Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gesundheitsökonom: 2017 Anstieg von Zusatzbeiträgen um 0,4 Prozent

Donnerstag, 14. Januar 2016

Berlin – Nach Einschätzung des Gesundheitsökonomen Stefan Greß werden die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung weiter kontinuierlich steigen. Die durchschnittliche Anstieg von 0,2 Prozent wie in diesem Jahr werde „eher am unteren Rand des jährlichen Zuwachses" liegen, sagte Greß der Wochenzeitung Das Parlament. Für 2017 rechne er mit einem Anstieg von 0,4 Prozent.

Die hohen Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) würden sich künftig „eins zu eins auf die Beitragssätze auswirken", sagte der Gesundheitsexperte von der Hochschule Fulda laut einer Vorabmeldung vom Donnerstag. Das werde den Druck auf die Politik erhöhen, die Ausgaben einzugrenzen oder das System zu ändern.

Aber auch die Halbwertszeit der privaten Krankenversicherung (PKV) sei „überschritten", sagte Greß. „Die niedrigen Zinsen sind eine Zeitbombe, die in der PKV tickt und die über kurz oder lang zu massiven Prämienerhöhungen führen wird.” Spätestens dann werde die Diskussion um die Bürgerversicherung noch einmal neu aufleben. SPD, Grüne und Linke im Bundestag werben schon länger für die solidarische Bürgerversicherung, in die alle einzahlen.

Die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge zum Jahreswechsel hatte die Debatte über eine mögliche Rückkehr zur paritätischen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer befeuert. Derzeit müssen die Arbeitnehmer die Zusatzbeiträge und damit die Mehrkosten in der gesetzlichen Krankenversicherung alleine tragen.

Grüne und Linke erneuerten am Donnerstag mit Anträgen im Bundestag ihre Forderung nach einer Rückkehr zur paritätischen Gesundheitsfinanzierung. Die SPD unterstützt dies. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, forderte eine Kehrtwende von der Unionsführung. Die Union lehnt die Rückkehr zur Parität ab. Deutschland sei ein leistungsstarkes Land, erklärte Mattheis. Damit habe die jetzige zusätzliche Belastung der Arbeitnehmer ihre Grundlage verloren. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.05.17
Berlin – Der Verband der Ersatzkassen macht sich für eine Erhöhung der Steuerzuschüsse für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) stark. Das hat die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der......
09.05.17
Gesetzliche Krankenversicherung: Wirtschaftsforscher rechnen mit Milliardendefizit
Köln – Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) muss Ende 2017 mit einem Defizit von bis zu zwei Milliarden Euro rechnen. Im kommenden Jahr drohe sich das Defizit auf mehr als fünf Milliarden Euro......
03.05.17
Krankenkassen­beiträge: Union kritisiert Schulz für Paritätspläne
Berlin – Der Wirtschaftsflügel der Union hat den Vorstoß von SPD-Chef Martin Schulz zurückgewiesen, die Arbeitgeber bei den Krankenkassenbeiträgen für gesetzlich Versicherte stärker zur Kasse zu......
02.05.17
Berlin – Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat eine Rückkehr zur Parität bei den Krankenkassenbeiträgen zu einer zentralen Wahlkampfforderung der SPD erklärt. „Das ist eine Frage der......
26.04.17
Versicherte rechnen mit höheren Beiträgen ohne zusätzliche Leistungen
Berlin – Die meisten Menschen in Deutschland sind mit dem Gesundheitssystem zufrieden. Dennoch wünschen sich 75 Prozent Reformen, zwölf Prozent sind sogar der Meinung, dass sich das System grundlegend......
18.04.17
Erfurt – Arbeitgeber in Thüringen und Sachsen schulden der AOK Plus einem Medienbericht zufolge Krankenkassenbeiträge in Millionenhöhe. Seit 2014 seien jedes Jahr 30 Millionen Euro an Beiträgen nicht......
31.03.17
Berlin – Die Finanzaufsicht über alle Krankenkassen soll nach den Vorstellungen der DAK-Gesundheit künftig beim Bundesversicherungsamt (BVA) gebündelt werden. Die Landesaufsichten sollten nur noch die......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige