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Ärzteschaft

Kliniken müssen im Kampf gegen MRSA-Keime personell aufrüsten

Freitag, 15. Januar 2016

Frankfurt – Vor dem Hintergrund entdeckter multiresistenter Erreger MRSA auf der Haut von Frühgeborenen in einer hessischen Klinik hat die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen erneut für die Einhaltung von Hygienevorschriften sowie einen reduzierten Antibiotikaeinsatz plädiert. Dies erfordere vor allem ausreichend Personal in den Kliniken.

„Leider sind multiresistente Keime in vielen Krankenhäusern ein Problem. Dort, wo sie auftreten,  müssen die Ursachen  gründlich ermittelt und wirksam bekämpft werden“, erklärte Kammerpräsident Ausstattung Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Derzeit trügen jedoch Personalmangel und Arbeitsverdichtung vielerorts zu gravierenden Hygienemängeln bei, die die Verbreitung multiresistenter Keime begünstigen.

Der Kammerpräsident warnte vor Einsparungen zu Lasten der Patienten und forderte eine bessere personelle Ausstattung in den Kliniken. Dies gelte sowohl im Pflegebereich als auch für Ärzte mit der Kompetenz Krankenhaushygiene.

Darüber hinaus mahnte von Knoblauch zu Hatzbach bei Ärzten und Patienten einen verantwortlichen Umgang mit Antibiotika an. Das kürzlich in Hessen gestartete Projekt „Weniger ist mehr - Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen" informiere Patienten über Atemwegsinfektionen, deren Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten. Dabei solle deutlich gemacht werden, dass 80 Prozent der Atemwegsinfektionen durch Viren verursacht sind und nicht mit Antibiotika behandelt werden können. © hil/aerzteblatt.de

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