Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

42 Prozent der Deutschen sehen die Weitergabe ihrer Gesundheitsdaten kritisch

Montag, 18. Januar 2016

Berlin – Die Deutschen sind im Vergleich mit anderen europäischen Ländern besonders kritisch, wenn es um die Weitergabe ihrer Daten geht. So befürworten nur 42 Prozent das Sammeln von Gesundheitsdaten zur besseren Erkennung und Behandlung von Krankheiten, wie aus einer Umfrage des Vodafone Instituts hervorgeht. In Spanien halten dies hingegen 86 Prozent und in Italien 79 Prozent für begrüßenswert.

Wie die am Montag in Berlin veröffentlichte Umfrage von TNS Infratest in acht europäischen Ländern zeigt, steht eine deutliche Mehrheit der Europäer der pauschalen Weitergabe von persönlichen Daten an Dritte, insbesondere zu kommerziellen Zwecken, sehr kritisch gegenüber.

Befragt nach konkreten Anwendungsgebieten können sich allerdings knapp zwei Drittel (65 Prozent) vorstellen, dass die Daten vieler Menschen anonym von Gesundheitsinstitutionen gesammelt werden, um Verbesserungen bei der Behandlung von Krankheiten zu erreichen. Ihrer Versicherung würden allerdings 72 Prozent keinen Zugang zu den eigenen Daten geben, wenn diese die Beiträge dem eigenen Lebensstil entsprechend anpasst.

Insgesamt sieht aber jeder zweite Befragte (51 Prozent) in Big Data eher Nachteile als Vorteile  – bei den Deutschen sind dies sogar 62 Prozent. Als Gründe für die weit verbreitete Skepsis nennt die Studie vor allem mangelndes Vertrauen in Unternehmen und Staat sowie fehlende Transparenz.

TNS Infratest hatte im August und September 2015 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Spanien und Tschechien insgesamt mehr als 8.000 Bürger befragt. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.09.17
Onlineprogramme sollten bei psychischen Erkrankungen stärker genutzt werden
Leipzig – Forscher wollen den Einsatz von Onlineprogrammen bei psychischen Erkrankungen beschleunigen. Während Depressionen und andere psychische Erkrankungen inzwischen häufiger als früher erkannt......
22.09.17
Digitalisierung benötigt Strategie, Augenmaß und Ruhe
Berlin – Um die Chancen der Digitalisierung für die Versorgung effizient nutzen zu können, bedarf es einer E-Health-Strategie. Zum einen müsse die Politik eine übergreifenden E-Health-Strategie......
20.09.17
Herzinsuffizienz: Telemedizin soll Krankenhaus­einweisungen verhindern
Stuttgart – Techniker Krankenkasse (TK), Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) Stuttgart und Philips haben einen bundesweiten Vertrag zur telemedizinischen, integrierten Versorgung (IV) von......
19.09.17
Pilotprojekt: Krankschreibung per Mausklick
Hamburg – Ab dem 1. Oktober können niedergelassene Ärzte in einem Pilotprojekt eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (AU) für Patienten der Techniker Krankenkasse (TK) per Mausklick direkt aus der......
15.09.17
Hessen will Trendsetter bei E-Health sein
Frankfurt/Main – Das Land Hessen verstärkt seine Bemühungen, Telemedizin und E-Health stärker in der medizinischen Versorgung zu verankern, und will dabei „zum Trendsetter für das gesamte......
11.09.17
KV Thüringen fordert mehr Zeit für Einführung der Telematik­infrastruktur
Oberhof – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen fordert mehr Zeit für die Einführung der Telematik-Infrastruktur (TI). Realisterschweise seien dafür mindestens zwei......
06.09.17
Computerspiel-App soll Thrombose-Vorsorge verbessern
Kaiserslautern – Bewegungsübungen zur Thromboseprophylaxe sind bei Patienten nicht gerade beliebt. Wenn diese aber mit Computerspielen verbunden werden, steigt die Motivation, glauben Forscher der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige