Ärzteschaft

Gute Sprachkenntnisse Voraussetzung für eine hochwertige Versorgung

Dienstag, 19. Januar 2016

Düsseldorf – Ausländische Ärzte müssen sehr gut deutsch sprechen, damit sie die Patienten auf hohem Niveau versorgen können. Darauf haben die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen (NRW) zusammen mit der Krankenhausgesellschaft des Landes hingewiesen.

„Eine Vielzahl ausländischer Ärzte möchte und muss in das deutsche Gesundheits­system integriert werden. Unsere Aufgabe besteht also darin, einer solch großen Zahl gut ausgebildeter Menschen die berufliche und sprachliche Integration zu erleichtern“, sagte Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache bei einer gemeinsamen Informations­veranstaltung zur Kenntnis- und Fachsprachenprüfung für ausländische Ärzte. An der Veranstaltung haben sich auch das NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und das Landeszentrum Gesundheit NRW beteiligt.

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Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, begrüßte, dass seit zwei Jahren die beiden NRW-Ärztekammern für die Fachsprachenprüfung für ausländische Ärzte zuständig seien. Die bisherigen Überprüfungen der medizinischen Fachsprache hätten gezeigt, dass die Kammern für diese Aufgabe bestens geeignet seien.

„In der Sprache begründete Missverständnisse sind eine Fehlerquelle, die es zwingend zu minimieren gilt“, betonte auch der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer.

Ende 2014 kamen rund 9.000 der insgesamt 78.000 in Nordrhein-Westfalen berufstätigen Ärzte aus dem Ausland. 7.500 dieser ausländischen Ärzte waren in Krankenhäusern tätig. Dies entspricht einem Anteil von 16,8 Prozent, der regional stark variiert. So hat unter den Berufseinsteigern und Assistenzärzten in Westfalen-Lippe gegenwärtig jeder zweite Arzt eine ausländische Staatsangehörigkeit. © hil/aerzteblatt.de

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