Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV fordert klare Rahmen­bedingungen für die ambulante Flüchtlings­versorgung in Brandenburg

Mittwoch, 20. Januar 2016

Potdam – Die ambulante medizinische Versorgung von Asylsuchenden in Brandenburg braucht klare Rahmenbedingungen. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hingewiesen. Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung für Asylbewerber in den ersten 15 Monaten ihres Aufenthaltes in Deutschland obliegt den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Die KV hatte vor einigen Wochen Ärzte im Ruhestand angefragt, ob sie bereit wären, an der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden in Brandenburg mitzuwirken. 82 der angeschriebenen Ärzte können sich dies vorstellen. „Die vielen positiven Rückmel­dungen der Kollegen zeigen, wie groß die Bereitschaft innerhalb der Ärzteschaft ist, sich intensiv um die Gesundheit der Menschen zu kümmern“, sagte der KV-Vorstands­vorsitzende Hans-Joachim Helming. Voraussetzung dafür seien jedoch klare Rahmen­bedingungen.

Helming fordert das brandenburgische Innenministerium sowie das Sozial- und Gesund­heitsministerium daher erneut auf, die notwendigen Vereinbarungen mit der KV abzu­schließen: „Geregelt werden müssen der konkrete Behandlungsumfang, die organi­satorisch logistischen Rahmenbedingungen sowie Abrechnung und Vergütung. Dann können die 82 Kollegen, die sich nun gemeldet haben, bedarfsgerecht in der Flücht­lingsversorgung arbeiten und gleichzeitig auch die bestehenden Praxen der ambulanten tätigen Ärzte entlasten“, sagte er.

Schon im Sommer 2015 und im vergangenen Herbst hatte die KV betont, viele Fragen und Diskussionen um die Flüchtlingsversorgung müssten dringend auf politischer Ebene gelöst werden. Zunehmend berichteten Ärzte über Zuständigkeitsunklarheiten bei Gesundheits- und Sozialämtern, schleppende Bearbeitung von Vorgängen und Bezahlungen von Behandlungen.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

07.09.17
Ärzte ohne Grenzen prangert Lage in libyschen Flüchtlingslagern an
Rom/Brüssel – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat den EU-Staats- und Regierungschefs eine Mitschuld am Schicksal unzähliger Flüchtlinge in Gefangenenlagern in Libyen vorgeworfen. „Die Lager......
04.09.17
Hilfsorganisation Moas beendet Einsatz im Mittelmeer
Rom – Die Hilfsorganisation Moas beendet ihren Einsatz im Mittelmeer zur Rettung von Migranten. Die maltesische Organisation kündigte heute an, stattdessen der verfolgten muslimischen Minderheit......
01.09.17
Wie die Pflegeberatung Familien mit Migrations­hintergrund erreichen kann
Frankfurt am Main – Zugewanderte Menschen in Deutschland nutzen die Angebote der Pflegeberatung nur wenig. Diese bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale,......
30.08.17
Derzeit keine Todesopfer auf Mittelmeer-Route
Genf – Auf der Route von Migranten über das Mittelmeer sind fast drei Wochen ohne Meldung von Todesopfern vergangen. Das berichtete die Organisation für Migration (IOM) gestern in Genf. In diesem Jahr......
29.08.17
Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes sehr gefragt
Berlin – Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Suchdienst des Deutsche Roten Kreuzes (DRK) ein Rettungsanker, um Familienangehörige wiederzufinden. Noch immer ist der Dienst gefragt. Heute hilft er......
25.08.17
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge sieht weiter viel Bedarf
Hannover – Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen sieht weiter einen erheblichen Bedarf für die Versorgung Betroffener. Das hat Vorstandsmitglied Birgit Behrensen heute bei einer......
14.08.17
Hilfsorganisationen setzen Rettungen im Mittelmeer aus
Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wirft der libyschen Regierung eine Bedrohung ihrer Seenotretter im Mittelmeer vor. „Nicht wir handeln illegal, sondern die libysche Regierung, wenn......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige