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Politik

Barmer GEK empfiehlt Zweitmeinung vor Knie-OP

Mittwoch, 20. Januar 2016

dpa

Berlin – Die Barmer GEK rät Patienten vor einer Knie-Operation, die Zweimeinung eines Experten einzuholen. „Vor allem jüngere Patienten sollten vor einer komplizierten Knie-Operation eine Zweitmeinung einholen, um einen übereilten oder fehlerhaften Eingriff zu vermeiden. Bislang hat etwa jeder dritte Patient, der sich eine Zweitmeinung eingeholt hat, auf eine Knie-Operation verzichtet“, sagt Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK.

„Wenn Patienten nicht sicher sind, dass eine Operation für sie die richtige Therapie ist, sollten sie eine Zweitmeinung einholen“, sagte der Generalsekretär der AE-Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik, eine Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Karl-Dieter Heller, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Wichtig sei aber, dass der Zweitmeinungsarzt eine langjährige Expertise in dem Bereich habe, um den es gehe. „Das muss ein erfahrener Kollege sein“, so Heller, dann sei eine Zweitmeinung „prinzipiell zu begrüßen“. Wichtig sei außerdem, dass neben der Sichtung der Befunde und der Anamneseerhebung eine körperliche Untersuchung erfolge, betonte der Chefarzt der Orthopädischen Klinik Braunschweig, Herzogin Elisabeth Hospital.

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Die Barmer Gek hat für ihr Zweitmeinungs-Angebot Verträge mit ausgewählten Ärzten abgeschlossen, die die Betroffenen über den sogenannten Teledoktor der Kasse kontaktieren können. Dort können sich die Patienten zunächst beraten lassen. Bei Bedarf vermittelt die Krankenkasse den Patienten danach zu einem Knie-Spezialisten. Dies erfolgt etwa nach Rissen des vorderen Kreuzbandes mit Begleitverletzungen wie Meniskus- und Knorpelschäden und bei kindlichen Knieverletzungen. Der Zweitmeinungs-Experte ermöglicht in der Regel binnen 14 Tagen den Termin, sichtet bisherige Befunde und Therapieempfehlungen und berät den Betroffenen über Behandlungsoptionen.

Bislang arbeitet die Krankenkasse mit Knie-Spezialisten aus Berlin, Darmstadt, Hamburg, Hannover, Gießen, Kiel, Mainz, Oldenburg, Neubrandenburg, Regensburg und München zusammen, kündigte aber an, das Netz weiter auszubauen. © hil/aerzteblatt.de

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