Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ebola-Impfstoff und Antibiotika­resistenzen sind Themen auf dem Weltwirtschaftsforum

Donnerstag, 21. Januar 2016

Davos – Der Pharmakonzern Merck Sharp & Dohme (MSD) und die Global Alliance for Vaccines and Immunisation (Gavi) haben auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Vereinbarung zum Ebola-Impfstoff rVSV-ZEBOV getroffen. Die Impfallianz Gavi sagte demnach zu, den Impfstoff zu kaufen und vorrätig zu halten. Bei möglichen zukünftigen Ausbrüchen soll er damit problemlos verfügbar sein.  

„Die Nachricht, dass Merck und Gavi eine Vereinbarung zum Kauf und zur Lagerung von Mercks Ebola-Impfstoff getroffen haben, ist ermutigend“, erklärte Manica Balasegaram von Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF).  Allerdings wolle MSF als eine der zentralen Organisationen im Kampf gegen Ebola  konkretere Informationen zu einigen wichtigen Details erhalten.  „Wir möchten außerdem verstehen, wie Gavi und Merck den Preis – vor allem langfristig – festlegen werden.“ MSF hoffe, dass der Verkaufspreis nahe an den Produktionskosten liegen werde.

Ein weiteres Thema auf dem Weltwirtschaftsform waren Antibiotikaresistenzen. Vertreter der  Pharmaindustrie kündigten an, sich stärker in diesem Bereich engagieren zu wollen. Rund 80 Unternehmen und Verbände unterzeichneten die „Declaration by the Pharmaceutical, Biotechnology and Diagnostics Industries on Combating Antimicrobial Resistance“ – unter ihnen auch  der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa).

„Die Problematik der Antibiotika-Resistenzen verlangt nach entschlossenen Lösungen und neuen Wegen. Deshalb ist der Ansatz dieser Deklaration genau der richtige“, betonte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa in Berlin. Ein so großes Problem könne nur im Zusammenwirken von Unternehmen, Wissenschaft, Politik, Ärzten und Kostenträgern angegangen werden.

Die Unterzeichner der Deklaration verlangen Anstrengungen für einen verantwortungs­vollen Umgang mit Antibiotika und den Einsatz von mehr Erregerdiagnostik, damit die jeweils am besten geeigneten Mittel ausgewählt werden können. Sie appellieren außerdem an die Regierungen, neue Strukturen zu schaffen, die den Antibiotikamarkt für Unternehmen verlässlicher machen. © BH/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

24.05.17
Umweltstandards müssen Teil der Zulassung von Arzneimitteln werden
Freiburg – Umweltstandards müssen weltweit Teil der Zulassung pharmazeutischer Produkte werden. Dies muss insbesondere für Antibiotika und Chemotherapeutika gelten, wie aus einem Antrag des Deutschen......
23.05.17
Genf – Bei dem Ebola-Ausbruch im Kongo in Zentralafrika hat sich die Zahl der Fälle von 29 auf 43 erhöht. 38 davon gälten aber weiterhin nur als Verdachtsfälle, sagte ein Sprecher der......
21.05.17
Antibi­otika-Resistenzen: EMA will Indikationen für Vancomycin einschränken
London - Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA möchte den Einsatz des Reserveantibiotikums Vancomycin einschränken. Um die Gefahr einer Resistenzentwicklung zu vermindern, soll die orale Behandlung......
19.05.17
Genf –Im Kongo sind neue Ebola-Verdachtsfälle aufgetreten. Insgesamt 29 Menschen könnten sich in dem zentralafrikanischen Land mit dem lebensgefährlichen Virus infiziert haben, teilte die......
18.05.17
Greenpeace findet multiresistente Keime und Antibiotika in Gülle
Hamburg – Gülle aus Schweineställen trägt nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace großflächig multiresistente Keime und Antibiotika in die Umwelt. Wie die Organisation heute unter......
18.05.17
WHO: Risiko für größere Ebola-Epidemie im Kongo ist hoch
Genf – Der neueste Ebola-Ausbruch im Kongo stellt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Landesebene ein hohes Risiko dar. „Derzeit kennen wir das volle Ausmaß des Ausbruchs noch......
16.05.17
Genf – Der Ebola-Ausbruch im Kongo in Zentralafrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitgehend unter Kontrolle. Die Behörden hätten 400 Menschen unter Beobachtung, die mit......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige