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Politik

Finanzierung der Landesinitiative Demenz-Service NRW gesichert

Freitag, 22. Januar 2016

Düsseldorf – Die Finanzierung der Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-West­falen ist vorerst gesichert. In den kommenden drei Jahren erhält sie jährlich rund 2,4 Millionen Euro. Bereitgestellt wird das Geld jeweils zur Hälfte vom Land Nordrhein-Westfalen sowie den Landesverbänden der Pflegekassen in NRW und dem Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung.

„Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, die Situation für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen zu verbessern, damit sie trotz aller Einschränkungen und Belastungen, die die Erkrankung mit sich bringt, bestmöglich leben können und auch die Chance haben, schöne Momente genießen zu können“, erklärte die nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Steffens (Grüne) anlässlich der Unterzeichnung einer entsprechenden Grundsatzvereinbarung.

Die Landesinitiative zeige vorbildlich auf, wie Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Demenz umgesetzt werden kann, verwies Steffens. Inklusion für Menschen mit Demenz bedeute, nicht ausgegrenzt zu werden, sondern mittendrin zu bleiben und noch so viel wie möglich selbst entscheiden zu können, betonte die Ministerin. Nicht die Demenz sei das Problem, sondern eine Gesellschaft, die ein Problem mit Menschen mit Demenz habe.

Dem Ministerium zufolge leben in Nordrhein-Westfalen zurzeit etwa 300.000 dementiell erkrankte Menschen. Bis 2030 werde sich diese Zahl Schätzungen zufolge auf 450.000 erhöhen. Die Landesinitiative Demenz-Service NRW bietet Demenzerkrankten und ihren Angehörigen seit über zehn Jahren wohnortnahe Unterstützung und Hilfe, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen orientieren und ist damit dem Minis­terium zufolge ein bundesweit einzigartiges Angebot.

Die zwölf regionalen Zentren haben das Ziel, die häusliche Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen flächendeckend zu verbessern. Sie vernetzen Versorgungs- und Hilfeangebote im Quartier der Menschen und bauen diese Netzwerke in Kooperation mit vor Ort vorhandenen Diensten, Einrichtungen und Initiativen aus. Ein landesweites Servicezentrum widmet sich den speziellen Belangen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Außerdem gehört ein wissenschaftliches Dialog- und Transfer-zentrum an der Universität Witten/Herdecke zur Landesinitiative. Die landesweite Koordination leistet das Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln.

© hil/aerzteblatt.de

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